160 Seniorinnen und Senioren hatten sich sehr auf dieses Zusammensein gefreut. Schließlich wollten sie alte Weggefährten wiedersehen und einen Nachmittag in schöner Gemeinschaft erleben. Sie wurden nicht enttäuscht. Das Programm am 16. September 2025 war ein Garant für ansprechende Unterhaltung aus Nachdenklichem und Unterhaltsamen.
Schon draußen auf dem Hof empfing fröhliche Musik die Gäste bei ihrer Ankunft auf Hof Frien. Im Saal empfing der Instrumentalkreis unter der Leitung von Bezirksältester i. R. Raimund Knoll die Senioren mit einem wunderschönen Musikvortrag. Der Bezirksseniorenbeauftragte Hirte i. R. Heinz Kröger hieß alle herzlich willkommen. Er freute sich, dass auch die Seniorenbeauftragte vom Kirchenbezirk Osnabrück, sowie Gäste aus Heidelberg, Bremerhaven, Hameln, Nienburg, Bad Rothenfelde und sogar aus Genf der Einladung gefolgt waren.
Bezirksvorsteher Oliver Rütten war auch der Einladung gefolgt und motivierte in seinem Grußwort sich doch dem Nächsten liebevoll zu widmen, mit Aufmerksamkeit die kleinen Signale der Seele aufzunehmen, zu helfen und einfach füreinander da zu sein. In Anbetracht des fortgeschrittenen Alters, wagte er den Vergleich mit Mose. Dieser war auch bereits 80 Jahre als er das Volk Israel aus Ägypten führte. Es wäre also keinesfalls ein Alter, in dem man sich zur Ruhe setzen müsse, sondern wo man – immer entsprechend den eigenen Kräften – auch noch einmal loslegen könne.
Nach dem Gebet genossen die Anwesenden zunächst leckeren Kaffee und frischen Kuchen. Die Geräuschkulisse im Saal verdeutlichte den großen Bedarf an lebhaften Gesprächen mit den Tischnachbarn. Auch Individuelle Seelsorgegespräche in dieser zwanglosen Atmosphäre wurden gerne in Anspruch genommen.
Wir sind nicht mehr, was wir mal waren
Zu bester Unterhaltung trug Heidi ein Gedicht vor mit dem Titel: Wir sind nicht mehr, was wir mal waren. Auf humorvolle Weise machte sie deutlich, wie sich der körperliche Verfall bei jedem von uns einschleicht. Eine innere Zustimmung war beim Publikum wahrzunehmen. Doch nach der umfangreichen Beschreibung von Verlust und Beschwerden folgte die Erkenntnis, dass das aktuelle Alter seine ganz persönlichen Reize hat und jedem, der es annimmt, ein gesundes Maß an Unbeschwertheit gibt. Der Beifall zeigte, dass sie genau ins Schwarze getroffen hatte.
Es gab was auf die Ohren
Der Instrumentalkreis spielte erneut auf. Das Ensemble, durchweg mit Senioren besetzt, zeigte deutlich, dass Musik kein Alter kennt. Gekonnt brachten sie schöne Musik zum Vortrag.
Jutta und Gisela glänzten als Trudi und Irmi im Schwank über das „Kircheputzen“. Ein großer Schatz präsentierte sich, als sich der Chor Ü 60 - Spätlese formierte. Christiane Marquardt hatte in vielen Übungsstunden diesen Chor zu einem Ohrenschmaus geformt. Unter der Begleitung vom ehemaligen Bezirksleiter, Raimund Knoll, am Klavier, trug dieser harmonisch und gefühlvoll Kirchenlieder vor. Für die Zuhörer ein musikalischer Genuss.
Gott lieben
In seinem anschließenden Wortbeitrag erinnerte Bezirksältester Knoll an die Liebe. Fast in jedem Gottesdienst würde davon gepredigt. Jesus hatte das Gebot gegeben, dass der Mensch Gott den Herrn von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all seiner Kraft und von ganzem Gemüte lieben solle und zugleich seinen Nächsten wie sich selbst. Die Nächstenliebe würde wohl noch gelingen, aber wie kann man Gott lieben, fragte er die Anwesenden. Angst vor Strafe sei heute keine Motivation mehr, auch nicht das Streben nach Belohnung für sein Handeln. Also lasse sich Motivation finden, Gott zu lieben und ihm zu dienen nur aus Liebe zu ihm und um der Sache willen.
Wie in den Vorjahren war auch die Band Trinity wieder dabei und erfreute mit modern vorgetragenen geistlichen Musikstücken. Hirte i. R. Lothar Ney erzählte eine kleine Geschichte, in welcher ein Mensch in den Laden Gottes komme und den Engel hinter dem Tresen nach seinen Angeboten fragte.
Twe blaue Ogen
Hirte Kröger „kürte op Platt“ von einem Missverständnis bei der Hilfsbereitschaft. Heiter war seine Geschichte von einem Mann, der in der Kirche einer Dame in der Bank vor ihm bei ihrer „Entfaltung“ nur helfen wollte. Unglücklicherweise wurde seine Hilfsbereitschaft missverstanden und mit zwei „Veilchen“ belohnt. An der heiteren Reaktion des Publikums merkte man, dass immer noch eine Vielzahl von ihnen Plattdeutsch verstanden.
Zum Ausklang der gelungenen Veranstaltung dankte Hirte Kröger allen Beteiligten für die Organisation und Ausführung dieses schönen Beisammenseins. Er wünschte allen eine gute Heimreise und zuvor, einen guten Appetit beim leckeren Buffet. Nach dem Abschlussgebet genossen die Anwesenden sichtlich die bereiteten Köstlichkeiten. Ausgiebig gestärkt traten die Senioren und Seniorinnen die Heimreise an. Die Vorfreude auf das nächste Treffen in 2026 schwang bei Allen schon mit.
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