Beim 24-Stunden-Lauf im Mindener Weserstadion gingen über 1.100 Menschen an den Start – davon viele mit einem blauen T-Shirt – und sammelten Spenden für soziale Projekte in der Region.
Von Freitag, 27. Juni 2025, 18 Uhr bis Samstagabend um 18 Uhr lief Minden im Takt der Spenden: Die Union Minden veranstaltete die 18. Auflage ihres 24-Stunden-Laufs – diesmal erstmals im frisch renovierten Weserstadion.
24 Stunden, 52 Teams, ein Ziel
Die Bedingungen waren ideal: moderne Laufbahn, viel Platz für Zelte, gute Infrastruktur. In den Vorjahren fand der Lauf auf dem Sportplatz am Mittelweg statt, wo je nach Wetter entweder Staub oder Matsch dominierten. „Das wird anders, aber das wird gut“, hatte Torsten Schwier vom Organisationsteam im Vorfeld gesagt. Er sollte recht behalten.
Rekord: Über 46.000 Runden
Insgesamt 52 Teams meldeten sich an, rund 1.186 Läuferinnen und Läufer standen auf der Bahn – so viele wie nie zuvor. Gemeinsam liefen sie mehr als 46.000 Runden, ein neuer Bestwert für die Veranstaltung.
„Das wird eine Mega-Veranstaltung“, hatte Rainer Thielking vom Organisationsteam bereits in der Planungsphase angekündigt. Rückblickend war das keineswegs übertrieben. Neben der sportlichen Leistung war auch die Organisation präzise durchgeplant: Im Vorfeld fanden Info-Veranstaltungen statt, bei denen die Teams eingewiesen wurden. Während des Laufs arbeiteten alle Elemente reibungslos zusammen – von der Zeitnahme bis zur Essensausgabe.
Neuapostolisches Team mit besonderer Präsenz
Besonders auffällig war das Team der Neuapostolischen Kirche (NAK) Minden: Mit 88 Teilnehmenden stellte es das größte Laufteam. Mit blauen Shirts gut erkennbar, waren sie rund um die Uhr auf der Bahn.
„Das NAK-Team war mit seiner großen Mannschaft die gesamten 24 Stunden unterwegs – die blauen Shirts waren jederzeit auf dem Rund zu sehen“, berichtete ein Teilnehmer.
Insgesamt sammelte das Team der Neuapostolischen Kirche 2.912 Stadionrunden – das entspricht etwa 1.165 Kilometer. Davon entfielen 567 Runden auf Staffelabschnitte, bei denen die Übergaben zügig und koordiniert stattfanden.
Soziales Engagement im Mittelpunkt
Der Lauf ist nicht nur sportliches Event, sondern eine karitative Großveranstaltung mit langfristiger Wirkung. In den bisherigen 17 Austragungen sammelte der Verein Union Minden rund 134.000 Kilometer an Laufleistung. Daraus ergab sich eine Spendensumme von ca. 340.000 Euro.
Auch in diesem Jahr kamen Spenden zusammen – über Rundenzählungen, Sonderaktionen und externe Unterstützer. Die Einnahmen 2025 gehen an drei lokale Organisationen:
- das Frauenhaus der Diakonie Salem,
- die Mindener Tafel St. Martin
- und den Tierschutzverein Minden.
„Das kann keiner allein. Das schaffen alle zusammen“, betonte Rainer Thielking mehrfach. Diese Haltung prägte den gesamten Ablauf des Events – von der Anmeldung bis zur letzten Runde.
Von Sonnenuntergang bis Morgengrauen
Besonderes Augenmerk lag auf den Nachtstunden. Wenn die Flutlichtanlage nur gedämpft leuchtet, ändert sich das Tempo auf der Bahn. „Da wird es ruhiger, und der Lauf bekommt ein ganz besonderes Flair“, erzählte Torsten Schwier.
Einige Teams legten nachts bewusst Pausen ein, andere liefen konsequent durch. Besonders ruhig verliefen die Stunden zwischen zwei und fünf Uhr morgens. Dann, mit der Morgendämmerung, wurde es wieder lebendiger. Schwier beschreibt: „Die Morgendämmerung ist die schönste Zeit.“
Trotz Müdigkeit blieb die Stimmung konzentriert. Die Staffelstäbe wechselten leise die Hände, aufmunternde Worte wurden geflüstert, nicht gerufen.
Der Weg zum großen Team
Für manche Teams begann der Lauf bereits Wochen vorher – mit der Suche nach Mitstreitenden. „Hoffentlich kriegen wir 20, 30 Läufer zusammen“, hatte Lars Denker, Gemeindevorsteher der NAK Minden, bei der Anmeldung gesagt.
Was zunächst zögerlich begann, entwickelte sich schnell. Ein Lauffeuer ging durch den Kirchenbezirk, und am Ende standen 88 Teilnehmende bereit. Von Kindern bis Senioren waren alle Altersgruppen vertreten. Das Team kam mit Zelt, Verpflegung und klarer Aufgabenverteilung ins Stadion. Es wurde nicht nur gelaufen, sondern auch angefeuert, motiviert und mitorganisiert.
Gemeinsam laufen, gemeinsam wirken
Der 24-Stunden-Lauf bleibt ein Beispiel dafür, dass sich sportlicher Einsatz und soziales Engagement sinnvoll verbinden lassen. Die Zahlen sind eindrucksvoll, doch noch wichtiger ist der Effekt: Aufmerksamkeit für lokale Hilfsorganisationen, ein Gemeinschaftserlebnis für hunderte Teilnehmende und ein Impuls, auch im Alltag Verantwortung zu übernehmen.
Dass dies gelingt, liegt am Format. Kein Wettkampf, keine Medaillen – nur Einsatz, Ausdauer und Zusammenhalt. Oder wie Thielking es formuliert: „Das schaffen alle zusammen.“
Und das bestätigte auch Lars Denker: "Unsere Premiere beim 24h-Lauf war einfach grandios! Es war einfach wunderbar, mit diesem tollen Team am Start gewesen zu sein! Das Feedback vom Verein und vielen anderen Teilnehmern ist durchweg positiv und voller Bewunderung und Freude über die tolle Truppe der NAK!"
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