Am Mittwoch, dem 11. September 2024, besuchte Apostel Carsten Denker die Gemeinde Minden-West.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Lukas 4,21 zugrunde: „Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren."
Friede als Angebot
Auf das Lied des Chores „Meinen Frieden gebe ich euch“ (Jugendliederbuch 54) eingehend, unterstrich Apostel Denker zunächst, dass sich gerade in Phasen der persönlichen Angst oder Besorgnis der Seelenfriede nur dann einstellen könne, wenn wir – egal, was vorher war – unsere Herzen weit öffneten, um den göttlichen Frieden dorthin einziehen zu lassen. Der zweite Vers des Eingangsliedes 402 weise darauf hin, dass sich unser Blick trüben könne. Durch die Friedensboten aber teilten sich die Wolken und der Weg zur Kraftquelle und zum Frieden werde frei.
Glaube an die Verheißung
Das Wort der Abendstunde beziehe sich auf Jesus, der in seiner Heimat Nazareth in der Synagoge am Sabbat – dem Brauch folgend – gelesen habe, dabei habe man ihm das Buch der Propheten gereicht. Jesus aber habe Jesaja 61,1-2 aufgeschlagen, wo es heißt: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen […] das Gnadenjahr des Herrn.“ Dann habe Jesus das Buch geschlossen und gesagt: „Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.“
Apostel Denker betonte, dass die alttestamentarische Verheißung nach dem Sündenfall, dass der Schlange der Kopf zertreten werde, durch Jesus und dieses Wort Erfüllung gefunden habe. Unser Glaube beruhe auf dieser Verheißung, in unseren Herzen stehe „Herr, komme bald!“ als Antwort auf die Prophezeiung „Siehe, ich komme bald;“ (Offenbarung 3,11)“.
Die Menschen damals in Nazareth glaubten Jesus nicht, sondern wollten ihn im Gegenteil in eine Schlucht stürzen, wir aber erwarteten unseren Herrn täglich und bereiteten uns entsprechend vor. Es lohne sich, wachsam zu bleiben und sein Wesen zu verändern, und zwar täglich!
Erfüllung in der Gegenwart
„H e u t e ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.“ Unser Textwort weise Gegenwartsbezug auf: „H e u t e“ bedeute, nicht in der Vergangenheit stehen zu bleiben und nicht in die Zukunft zu verschieben. Jesus habe den Zöllner Zachäus aufgefordert vom Maulbeerbaum herunterzusteigen, denn er müsse h e u t e in seinem Haus einkehren. Jesus unterstrich diesen Moment, indem er hinzufügte, dass diesem Hause des Zöllners h e u t e Heil widerfahren sei. Auch der Schächer habe am Kreuz hören dürfen, dass er h e u t e noch mit Jesus im Paradies sein werde. Für uns seien und blieben göttliche Verheißungen also tägliche Erfüllung.
Wachsamkeit
In seinem Predigtbeitrag unterstrich Bezirksevangelist Thomas Wiktor, dass dieser Gottesdienst zwar zunächst Vergangenheit und Zukunft behandele, dann aber eine neue Richtung genommen habe: die Gegenwart. Schon h e u t e gebe es Erfüllung in unserem Leben.
Zu Beginn des Gottesdienstes sei ein Impuls erfolgt: Der Friede aus dem Apostelamt sei in unsere Herzen gelegt worden. Dabei müssten wir achtgeben, dass dieser Friede nicht verloren gehe und wir immer wieder neu als Friedensstifter in Erscheinung träten.
Bezugnehmend auf den Beginn des Gottesdienstes, feierte die Gemeinde im Anschluss das Heilige Abendmahl mit dem Hinweis, dass auch die Worte „Dir sind deine Sünden vergeben!“ eine göttliche Verheißung seien.
Wirken in Liebe
Nach dem Heiligen Abendmahl verabschiedete Apostel Denker Diakon Rüdiger Voigt nach 16 Jahren Amtstätigkeit in den Ruhestand. Dabei griff er das vorgetragene Chorlied 326 „Gott ist die Liebe“ auf: Wer Liebe gebe, der bekomme Liebe zurück!
Weil Diakon Voigt seine Familie, seine Freunde und seine Gemeinde liebhabe, habe er als „Allzweckwaffe“ Probleme gelöst und Arbeit „angepackt“, wann immer er gebeten worden sei. Oft jedoch habe man ihn nicht lange rufen oder fragen müssen, ohne große Worte sei er „da gewesen“.
Für ihn gelte: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40)
Demut
Anschließend ordinierte Apostel Denker Bruder Matthias Horstmeyer zum Diakon und Diakon Alexander Ladendorff zum Priester. Dabei betonte er, dass Gott nicht wahllos entscheide, sondern Vertrauensbeweise schenke, die dadurch Gaben in die Gemeinde brächten.
Apostel Denker bat die neuen Amtsgaben, bei allem, was sie täten, demütig zu bleiben, d. h., stets die Größe und Allmacht Gottes zu erkennen und dadurch ein Werkzeug in Gottes Hand zu sein. Dann würden sie ein Segen in der und für die Gemeinde sein.
Nach dem Schlusssegen bedankte sich die Gemeinde beim scheidenden Diakon Rüdiger Voigt und hieß Diakon Matthias Horstmeyer sowie Priester Alexander Ladendorff in ihren neuen Aufgaben willkommen.
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