Ein praxisnahes Fortbildungsseminar stärkt die seelsorgerischen Kompetenzen im Bezirk – mit regem Austausch, fachlichem Input und positiver Resonanz.
Am Samstag, den 28. Juni 2025, fand in der Kirche in Minden das erste von vier geplanten Seminaren für Geistliche in diesem Jahr im Kirchenbezirk Minden statt. Das Tagesseminar unter dem Titel „Seelsorge in speziellen Situationen“ richtete sich an aktive Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem Bezirk und stieß auf breite Zustimmung unter den Teilnehmenden.
Das kompakte Fortbildungsformat bot einen ausgewogenen Wechsel aus Kurzvorträgen, Gruppenarbeit und offenen Diskussionsrunden. Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf Herausforderungen in der Seelsorgepraxis, etwa im Umgang mit psychisch Erkrankten, Suchtgefährdeten, Sterbenden, Trauernden oder Menschen mit Demenz. Auch Themen wie Suizidalität oder Missbrauch wurden sachlich und praxisbezogen behandelt.
Erfahrungen aus der Praxis – für die Praxis
Federführend geleitet wurde das Seminar von Volker Lerch, Bezirksvorsteher im Ruhestand, der auf jahrzehntelange Erfahrung in der Seelsorge zurückblicken kann. Gemeinsam mit Priester Stefan Werner, Facharzt mit Schwerpunkt Psychiatrie und Psychotherapie, vermittelte er zentrale Grundlagen und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit sensiblen seelsorgerischen Situationen. Beide Referenten verbanden theoretischen Hintergrund mit praktischer Erfahrung – eine Kombination, die bei den Teilnehmenden auf große Wertschätzung stieß.
Rückmeldungen wie „Pflichtseminar!“ oder „Auch nach Jahrzehnten der Seelsorge noch etwas Neues gelernt“ verdeutlichen den hohen Nutzen und die Relevanz der Veranstaltung. Die kollegiale Atmosphäre und der strukturierte Austausch förderten zusätzlich den offenen Dialog über herausfordernde Situationen in der seelsorgerischen Arbeit.
Neues Fortbildungsformat direkt vor Ort
Mit der Entscheidung, Seminare in diesem Jahr dezentral im Bezirk durchzuführen, wurde ein neuer Weg beschritten: kurze Wege, keine Übernachtungen und kompakte Tagesstruktur von 9.30 bis 16.00 Uhr. Die Durchführung direkt vor Ort erlaubt es den Seelsorgern, ohne zusätzlichen Reiseaufwand an hochwertiger Fortbildung teilzunehmen.
Das Seminar in Minden bildete den Auftakt zu drei weiteren Terminen im Laufe des Jahres. Ziel ist es, seelsorgerische Kompetenz kontinuierlich weiterzuentwickeln und praxisnahe Unterstützung im Umgang mit besonderen Situationen zu bieten – dort, wo Seelsorge gelebt wird: im Bezirk selbst.
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