„Wenn eine bewusstlose Person mitten in der Kirchenbank sitzt, wird die Erste Hilfe doppelt anspruchsvoll", erklärt Priester Torsten Rüter, der im Apostelbereich Nord der NAK Westdeutschland Ersthelfer schult. Auch erfahrene Sanitäter wissen um die besonderen Herausforderungen der Ersten Hilfe in der Kirche.
„Muss der Gottesdienst vorzeitig beendet werden?“, „Wann und wie werden Kirchenbänke für den Rettungseinsatz der Ersthelfer am besten verschoben?“, „Wo befinden sich während eines Gottesdienstes Tragetuch und Krankentrage?“ – Viele Menschen lehren und lernen Erste Hilfe, doch wenn der Notfall während eines Gottesdienstes eintritt, ist nicht nur medizinisches Wissen gefragt, sondern auch spezifische Kenntnisse, die nur in kirchlichen Fortbildungen vermittelt werden.
Theorie und Praxis
Am Samstag, 21.09.2024, fand die diesjährige Veranstaltung für die Ersthelfer im Kirchenbezirk Minden statt. Priester Torsten Rüter, ausgebildeter Rettungssanitäter und Inhaber von San-Teach, leitete den ganztägigen Erste Hilfe-Auffrischungskurs. Gekommen waren zwei Dutzend Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus den umliegenden Gemeinden, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten aufzufrischen und anzuwenden.
In Kleingruppen tauschten sich die Ersthelfer zunächst zu akuter Atemnot, Verbrühungen und Verbrennungen, Knochenbrüchen sowie Krampfanfällen aus und präsentierten dann ihre Ergebnisse im Plenum. Besprochen wurden dabei jeweils Ursachen, Symptome sowie Maßnahmen bei den verschiedenen Krankheitsbildern und Unfallarten.
Zusammenarbeit und technische Hilfe
Im praktischen Teil der Fortbildung ging es im Laufe des Nachmittags um die unterschiedlichen Möglichkeiten der stabilen Seitenlage, um Reanimation und um die Rettung bewusstloser Menschen aus der Kirchenbank. Einige Male „retteten“ sich die Gemeindemitglieder gegenseitig, in anderen Trainingseinheiten kamen spezielle Reanimationspuppen zum Einsatz. Für die Rettung aus der Kirchenbank wurden Tragetuch und Krankentrage eingesetzt. Aber auch die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst wurde in der Veranstaltung thematisiert.
„Am besten schreibst du einmal ein Buch“, wird der Trainer schließlich gebeten. Ob es dazu kommt, ließ er offen, aber er kündigte zwei weitere Fortbildungsveranstaltungen im kommenden Jahr an, bei denen sowohl Gemeindemitglieder als auch Funktions- und Amtsträger als Ersthelfer ausgebildet werden sollen.
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