Am Sonntag, dem 17. Mai 2026, kamen die 6- bis 14-jährigen Kinder des Bezirkes Minden mit ihren Eltern und Lehrkräften zu einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche Petershagen-Lahde zusammen.
Nach einer kurzen Begrüßungsrunde konnten die Kinder frei zwischen ‚Singen‘ oder ‚Quatschen‘ wählen. Während die Singgruppe unter der Leitung von Kornelia Ladendorff die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes vorbereitete, beschäftigte sich die Gesprächsgruppe gemeinsam mit den KiGo-Team-Mitgliedern Janin Denker und Dorina Frenzel intensiv mit dem Thema: „Ausgrenzen oder lieben?“
Im Gesprächskreis standen mehrere leere Schubladen als anschauliche Symbole bereit. Gemeinsam überlegten die Kinder, was es bedeutet, Menschen vorschnell in bestimmte Kategorien oder Schubladen einzuordnen – etwa als Sportskanonen, Familienmenschen, Streber, Menschen mit Handicap oder Klassenclowns. Dabei wurde deutlich, dass solche Vorurteile schnell Distanz schaffen und der eigentliche Mensch oft nicht mehr wahrgenommen wird. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage: „Wie fühlt es sich an, selbst in eine Schublade gesteckt zu werden?“
Jesus schaut ins Herz
Anschließend begann Dienstleiter Priester Marc-Stefan Thews den Gottesdienst mit dem Bibelwort aus 1. Samuel 16,7: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.“ In seiner Predigt machte er deutlich, dass Menschen häufig nach äußeren Eindrücken beurteilt würden. Manche wirkten stark und erfolgreich und übernehmen beispielsweise Verantwortung als Klassensprecher oder in Führungspositionen. Doch wie dieser Mensch wirklich ist, bleibe oft verborgen. Jesus hingegen blicke in die Herzen der Menschen und könne erkennen, wer sie wahrhaftig sind.
Im Weiteren erinnerte Priester Thews daran, dass auch heute Menschen schnell „in eine Schublade gesteckt werden“ – etwa Obdachlose oder Kranke. Jesus habe sich jedoch allen Menschen zugewandt. So begegnete er zehn aussätzigen Männern und schenkte ihnen Heilung. Dankbar zeigte sich allerdings nur einer von ihnen. Priester Thews rief die Kinder und alle Anwesenden auf, die Menschen „durch die Brille des Herzens“ zu sehen, miteinander ins Gespräch zu kommen und einander besser kennenzulernen.
Priester Alexander Ladendorff bekräftigte in seinem Predigtbeitrag, dass es bei Gott nur eine einzige „Schublade“ gebe: Gott liebt alle Menschen.
Bei einem gemeinsamen Imbiss fanden noch viele Gespräche statt – zwischen Kindern, Eltern und dem KiGo-Team.
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