Der Kindergottesdienst am 13. Juli in Minden-West stand ganz im Zeichen des Glaubens. Über 20 Kinder hatten sich dazu am Sonntagvormittag auf den Weg in den westlichen Teil Mindens gemacht.
Am Sonntag, 13. Juli 2025, versammelten sich über 20 Kinder aus den zehn Gemeinden des Kirchenbezirks Minden zum Kindergottesdienst in der Kirche Minden-West. Gemeinsam mit Lehrkräften und Eltern erlebten sie einen lebendigen Vormittag rund um das Thema „Samenkorn“. Organisiert wurde der Tag vom Team „KiGo 6–14“, das für die sechs- bis vierzehnjährigen Kinder zuständig ist.
Spielerischer Einstieg
Zum Einstieg in das Thema gestaltete das KiGo-Team ein Zuordnungsspiel: Die Kinder errieten durch Schmecken und Probieren verschiedener Früchte – Apfel, Zitrone, Pfirsich, Melone und Bohne – und notierten dies auf dem Lösungsblatt.
In der vorbereitenden Sonntagsschule mit den Glaubenschwestern Martina Peters und Dorina Frenzel ging es dann darum, was ein Samenkorn ist, woher es kommt und welche Bedeutung es im Glauben haben kann. Die Kinder setzten die Buchstaben zum Wort „SAMEN“ gemeinsam auf dem Altar zusammen – als Zeichen für den Ursprung von Leben und Glauben.
„Ich hätte nicht gedacht, dass man aus so etwas Kleinem, wie einem Samen, so viel über den Glauben lernen kann“, meinte eine Teilnehmerin begeistert. Als greifbare Aktion pflanzten die Kinder anschließend Sonnenblumensamen in kleine Blumentöpfe. Mit Schaufeln oder bloßen Händen füllten sie Erde ein, setzten die Samen ein und gossen sie – ein Symbol dafür, dass im Glauben etwas wachsen kann, wenn man es gut pflegt.
Glaube, der Frucht bringt
Den anschließenden Kindergottesdienst leitete Bezirksvorsteher Priester Oliver Rütten. Als Bibelwort diente Johannes 12,24: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“
Der Bezirksvorsteher erklärte anschaulich, dass Jesus mit diesem Bild nicht nur über Pflanzen sprach, sondern über sich selbst – und über uns. Jesus habe sein Leben verschenkt: seine Kraft, seine Zeit und sein Leben, damit Gutes wachsen kann – wie Glaube, Gemeinschaft und Kirche. Die Kinder wurden ermutigt, selbst „wie ein Samenkorn“ zu sein: offen für Gutes, hilfsbereit, ehrlich, liebevoll.
Eine Lehrkraft fasste später zusammen: „Es war schön zu sehen, wie aufmerksam und offen die Kinder waren – sie haben wirklich mitgedacht.“ Auch in der Co-Predigt von Priester Olaf Frenzel wurde die Botschaft vertieft, dass jeder Mensch etwas Gutes in die Welt pflanzen kann – unabhängig vom Alter.
Viele Lieder aus dem Kinderliederbuch „Stimmt mit ein“ begleiteten den Gottesdienst, darunter als Eingangslied passend: „Ein Gärtner geht im Garten“. Die musikalische Gestaltung mit Orgel und Klavier trug zu einer lebendigen Atmosphäre bei.
Gemeinschaft, Erinnerung und ein Geschenk
Nach der Sündenfreisprache und der Feier des Heiligen Abendmahls sang die Gemeinde ein Geburtstagsständchen für eine Teilnehmerin. Im Anschluss klang der Tag bei einem gemeinsamen Mittagsbrunch in familiärer Atmosphäre aus. Als sichtbare Erinnerung nahmen die Kinder ihre selbst bepflanzten Blumentöpfe mit nach Hause – verbunden mit der Botschaft: In dir steckt etwas Wertvolles. Und: Glaube darf wachsen.
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