Ein gefülltes Festzelt, bewegende Erinnerungen und ein Blick in die Zukunft: Das Gemeindefest in Mardorf zum 100-jährigen Bestehen zog viele Gäste an.
Am Samstag, 16. August 2025, hatte die neuapostolische Kirchengemeinde Mardorf-Loccum zum Jubiläumsfest eingeladen. Anlass war ein besonderes Datum: Seit 100 Jahren finden in Loccum und Mardorf neuapostolische Gottesdienste statt. Zahlreiche Gemeindemitglieder, Freunde und Gäste kamen auf das Kirchengelände in Mardorf, wo ein Festzelt für die Feierlichkeiten errichtet worden war.
Das Zelt der Begegnungen
Der Auftakt war er der Gemeinschaft gewidmet. Am Nachmittag füllten sich die Tische bei Kaffee und Kuchen rasch, die Stimmung war lebendig. Viele nutzten die Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch manche ehemaligen Gemeindemitglieder ließen es sich nicht nehmen vorbeizuschauen. „Es ist schön, wieder vertraute Gesichter zu sehen“, sagte eine Besucherin.
Unter den Gästen waren neben Mitgliedern der Gemeinde auch Vertreter des öffentlichen Lebens: Ortsbürgermeister Hubert Paschke und Pastor Marcus Krause von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Mardorf-Schneeren nahmen ebenfalls teil. Ihre Anwesenheit wurde von vielen als Zeichen der Verbundenheit verstanden.
Rückblick auf 100 Jahre Geschichte
Im offiziellen Programm hieß der Gemeindevorsteher, Priester Jürgen Borgmann, die Gäste willkommen. In seiner Ansprache verwies er auf die lange Tradition der Gemeinde und die Bedeutung des Jubiläums. Gleichzeitig stellte er die Chronik vor, die eigens für das Fest erstellt worden war. Sie enthält nicht nur statistische Daten, sondern auch zahlreiche Fotos, Erinnerungen und Berichte aus der hundertjährigen Geschichte.
Ein besonderer Höhepunkt war der historische Rückblick im Kirchensaal, der durch verschiedene Wortbeiträge von Gemeindemitgliedern und Freunden gestaltet wurde. Dabei wurden nicht nur Fakten zur Entwicklung der Gemeinde genannt, sondern auch persönliche Anekdoten erzählt. Diese Mischung aus Information und Unterhaltung fand großen Anklang. „Die Berichte waren spannend und teilweise richtig überraschend – vieles wusste man so gar nicht“, meinte ein Besucher, möglicherweise auch in Bezug auf den vorgetragenem Kirchenkrimi mit Polizeieinsatz in den 1970er Jahren.
Die Redner erinnerten an verschiedene Ereignisse, frühere Jubiläen und die Entwicklung der Gemeindestrukturen. Dabei wurde deutlich, dass die Gemeinde über Jahrzehnte hinweg nicht nur ein Ort für Gottesdienste, sondern auch für Gemeinschaft und soziales Miteinander war.
Gemeinsam den Tag ausklingen lassen
Nach dem offiziellen Programm wurde das Fest mit einem gemeinsamen Grillen fortgesetzt. Das Gelände vor der Kirche verwandelte sich in einen Treffpunkt für Jung und Alt. „Es war schön, wieder einmal die Kinder der Gemeinde zu sehen“, sagte ein Teilnehmer.
Bis in den frühen Abend hinein blieb das Zelt gut gefüllt. Viele nutzten die Gelegenheit, alte Bekanntschaften aufzufrischen oder neue Kontakte zu knüpfen. Damit endete ein Tag, der gleichermaßen Rückblick und Ausblick verband: Die Erinnerung an 100 Jahre Gemeindegeschichte und die Freude über die lebendige Gemeinschaft in der Gegenwart.
Mit dem Fest setzte die neuapostolische Gemeinde Mardorf-Loccum einen markanten Schlusspunkt unter ein Jahrhundert voller Ereignisse – und zugleich einen Anfang für die kommenden Jahre.
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