Porta Westfalica. Am Dienstag, 13. April 2021 waren die Seelsorger aus dem Bezirk Minden zu einer Übertragung aus der Gemeinde Porta-Westfalica eingeladen. Apostel Stefan Pöschel wendete sich in einer virtuellen YouTube-Ämterstunde an die aktiven und im Ruhestand befindlichen ehrenamtlichen Seelsorger des Bezirks Minden. Der Apostel hatte für die Amtsträger zuerst einen seelsorgerischen und im Weiteren einen Lehrteil zum Thema „Aus-ER-sehung und Berufung zum Amt“ vorbereitet.
Im ersten Teil der Ämterstunde bezieht sich Apostel Stefan Pöschel auf die Jahreslosung des Stammapostels für dieses Jahr: „Christus, unsere Zukunft“. Trotz vieler anderer aktuell drängender Themen sei Christus auch in Zukunft unsere Sicherheit. Er gebe uns Kraft zum Durchhalten durch seine Energie und seine Motivation. Christus sei unsere Energiequelle durch das neue Leben, das uns in der Zukunft durch ihn verheißen wurde. Gleichzeitig sei er unsere Motivation, weil die Sache Jesu Christi nicht untergehen könne. Damit bezog er sich auf das alte Kirchenlied „Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ“ von Samuel Preiswerk (1829).
Dein Einsatz lohnt sich
Die Jünger Jesu hätten auch Erfahrungen mit einem gewissen Motivationsverlust gemacht. In Markus 6, 48 wird berichtet, wie sie sich vergeblich mit einem Ruderboot im Gegenwind abmühen und nicht vorankommen. Jesus begegnet Ihnen auf dem Wasser und die Situation ändert sich unmittelbar. „Gib nicht auf, dein Einsatz lohnt sich, er führt uns ans Ziel“ folgerte der Apostel für die Mitarbeiter Christi in der heutigen Zeit.
Im zweiten Teil des Abends erläuterte er unter Zuhilfenahme einer PowerPoint-Präsentation unter dem Titel „Aus-ER-sehung und Berufung zum Amt“ die einzelnen Schritte vom erkennbaren Bedarf in einer Gemeinde bis hin zur Ordination eines von Gott erwählten Seelsorgers. Besondere Beachtung fand dabei das Spannungsfeld zwischen der Fehlbarkeit des menschlichen Handelns und der Unfehlbarkeit des göttlichen Handelns.
Gott sieht dein Herz an
Bischof Michael Eberle ergänzte in seinem Beitrag am biblischen Beispiel des Propheten Samuel der den Auftrag hatte, im Hause Isais unter den vielen Söhnen den ausersehenen David zum König zu salben. Hier zeigt Gott deutlich seine Sicht auf den Menschen: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an“. (1. Sam.16,7)
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