Am Sonntag, dem 17. Mai 2026, feierten Jugendliche aus den Bezirken Minden und Osnabrück gemeinsam einen Jugendgottesdienst in der Gemeinde Minden-West.
Eingeladen waren auch die diesjährigen Konfirmanden mit ihren Eltern; die jungen Christen wurden als neue Mitglieder in den Jugendkreis willkommen geheißen. Vor dem Gottesdienst kamen die Jugendlichen zu einer Probe des Jugendchores zusammen und gestalteten den Gottesdienst anschließend musikalisch mit.
Gottes Reich als Priorität
Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Matthäus 6,33: „Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen." Zwei Jugendliche eröffneten den Gottesdienst mit der Lesung aus Matthäus 6,19–34 und führten damit in das Thema ein.
Der Bezirksvorsteher, Priester Oliver Rütten, begann die Predigt mit einer Frage: „Was war dein erster Gedanke heute Morgen? War Gott dabei?" In den bekannten Worten des Matthäusevangeliums kritisiere Jesus zwei Extreme: das Streben nach Reichtum auf der einen, die Sorge, dass alles nicht reiche, auf der anderen Seite. Die Priorität müsse nicht darauf liegen, sondern zuerst nach dem Reich Gottes zu trachten. Das „zuerst" sei dabei entscheidend: kein Entweder-oder, keine Weltflucht – sondern eine klare Neugewichtung. Es gelinge, den Glauben in den Alltag zu bringen, indem der Fokus anders gesetzt werde. Auch einmal zwischendurch über die eigene Beziehung zu Gott nachdenken und zur Ruhe kommen – wenn es eine stabile Verbindung sei, komme das andere von ganz alleine; das verändere das Leben. Sorgen blieben menschlich – aber Sorgenknechtschaft müsse es nicht sein. Da sei die Gewissheit, dass wir zu Gott kommen sollen. Dieses sei kein fernes Ziel, sondern die Gemeinschaft mit ihm könne schon hier erlebt werden.
Oft würden Menschen Dinge im Leben als ungerecht empfinden – andere bekämen geschenkt, was man selbst gerne hätte, würden Ziele mühelos erreichen, um die man selbst kämpfen müsse. Im Galaterbrief heiße es: „Einer trage des anderen Last." Wenn man das tue, gleiche es sich aus, weil man es zusammen ertrage. „Hab ein Auge und ein Ohr für deinen Nächsten!", empfahl der Priester der Gemeinde. Wir könnten Gott um Hinweis bitten, wie wir gerecht mit unseren Mitmenschen umgehen könnten – auch mit denen, die uns vielleicht Unrecht getan haben –, indem wir beten, als würden wir ein Gespräch mit Gott führen. Und da sei es auch besser, einmal mit Gott zu streiten, als gar nicht mehr mit ihm zu reden.
Bunt wie ein Blumenstrauß
In seinem Predigtbeitrag wandte sich Priester Dirk Möller an die Jugend: Jeder sei aus verschiedenen Verhältnissen gekommen, der eine sei traurig, der andere habe gerade etwas sehr Schönes erlebt. Er verglich das mit dem Blumenschmuck am Altar: Die eine oder andere Blume leuchte vielleicht besonders hell und strahlend, daneben gebe es aber auch schlichtes Grün, das das Gesteck ausfülle. „So unterschiedlich wie ein Blumenstrauß sind auch wir – das Bunte macht es aus, auch du gehörst da rein!"
Priester Jörg Meyer sagte in seiner Co-Predigt, dass die Gemeinde heute viele Empfehlungen erhalten habe, wie der Tag mit Gott gestaltet werden könne. Wenn er uns wichtig sei, würden wir uns auch mit ihm befassen – und er könne unser Leben bestimmen.
Nach der Feier des heiligen Abendmahls beendete der Bezirksvorsteher den Gottesdienst mit Gebet und trinitarischem Segen.
Im Anschluss wurden die neuen Jugendlichen vorgestellt und mit einem kleinen Geschenk willkommen geheißen. Bei Keksen und Kaltgetränken gab es noch Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
