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Bei Gott ist alles möglich

 

Minden-West. Am Mittwoch, dem 22. September 2021, besuchte Apostel Stefan Pöschel die Gemeinde Minden-West. Er wünschte der Gemeinde am Anfang, dass sie Seligkeit empfinden möge und das Verlangen habe, Gottes Wort zu hören, zu bewahren und danach zu tun.

Grundlage für diesen Gottesdienst war das Bibelwort aus Markus 10, 26.27: „Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann dann selig werden? Jesus sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott.“

Gott der Nachhaltigkeit

Der Apostel fragte, was es mit uns mache, das Wort in uns zu bewegen. Täten wir dies, so passiere es, dass wir nicht nur im Gottesdienst selig würden, sondern auch Tage später im Rückblick darauf noch ein besonderes Glücksgefühl empfänden. Das sei Gottes Wunsch. Er möchte nachhaltig wirken. Sein Motiv sei reine Liebe.

Jesus wollte zum Nachdenken anregen

Wir mögen wie die Jünger „einen guten Draht“ zum Herrn haben und die Beziehung zu ihm intensivieren. Auch wenn wir nicht alles verstünden, was um uns herum geschieht, dürften wir zu ihm kommen und ihm sagen: „Erkläre mir das noch einmal!“

Gott schenkt das Heil

In dem Bibelwort ging es darum, dass der reiche Jüngling der Meinung war, er müsse ins Reich Gottes kommen, weil er die Gebote von Jugend auf gehalten habe. Als er aber alles verkaufen sollte, was er hatte, um Jesus nachzufolgen, habe er sich von ihm abgewandt. Wir müssten uns von dem Gedanken lösen, dass es ausreiche, zum Heil zu kommen, wenn man alle Gebote halte. Einem Menschen sei es nicht möglich, in dieser Art vollkommen zu werden. Darum schenke Gott uns seinen Teil hinzu, damit wir in seinen Augen gerecht werden.

Vollkommen werden

Der Apostel führte einige Dinge an, in denen wir vollkommen werden können. Vollkommen werden im Glauben, indem wir seine Liebe zu uns entdecken und das Wort annehmen. Vollkommen werden in der Reinheit der Seele – durch Gottes Gnade, aber auch dadurch, dass wir aufrichtig Buße tun und uns vornehmen: „Das muss besser werden!“ Vollkommen werden dadurch, dass wir beständig gegen die Sünde kämpfen: Auch wenn wir es sechsmal nicht geschafft haben, wir werden es ein siebtes Mal versuchen. Wir wollen aber auch vollkommen werden in der Liebe zum Nächsten und dabei nicht nur vergeben, sondern uns auch vornehmen, den angerichteten Schaden an unserem Nächsten wieder gutzumachen. Gott gebe dazu die Kraft! Er sei gerecht und schaue nicht auf das Ergebnis, sondern auf unser Mühen.

Einssein

Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist seien eine Einheit. Wenn wir in die Gemeinde sähen, so gebe es viele unterschiedliche Charaktere, aber trotz allem sei es möglich, mit dem Nächsten zurechtzukommen, weil wir alle auf Jesus schauten.

Zum Ende der Predigt wies der Apostel noch einmal auf Josua und Kaleb hin. Sie sollten mit anderen Israeliten erkunden, wie sie die Stadt Jericho einnehmen könnten. Alle anderen Kundschafter sagten, das sei nicht möglich! Die Mauern seien zu stabil und die Menschen dort zu stark. Diese beiden aber vertrauten auf Gott und sagten: „Mit des Herrn Hilfe werden wir es schaffen!“ Vertrauen auch wir auf Gottes Hilfe!

In seinem Predigtbeitrag ging Bischof Michael Eberle zunächst auf das Chorlied „Mit dem Herrn fang alles an“ ein. Was für ein Reichtum sei es doch, dass es wieder möglich sei zu singen! Dann erinnerte er an Nikodemus, der Jesus fragte, was er tun müsse, um in sein Reich zu kommen. „Bewegt uns das noch aktuell?“

Er beleuchtete anschließend den Moment, wenn eine Mutter das erste Mal ihr Neugeborenes im Arm halte. Das seien Gefühle von größter Intensität. Und genauso uneingeschränkt sei die Liebe Gottes zu seinem Volk. Wir könnten ihm vollkommen vertrauen.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles beendete der Apostel den Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen.

 

2. Oktober 2021
Text: th
Fotos: th

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