Mit der Bitte „Herr, sei vor uns und leite uns“ eröffneten die Sängerinnen und Sänger des Seniorenchores den Gottesdienst am Bezirkssonntag. Gemeinsam mit dem Bezirksmännerchor und dem Bezirksfrauenchor gestalteten sie den Gottesdienst am Sonntag, 28. Juni 2026.
Zu diesem Bezirkssonntag waren die Gläubigen aus den zehn Gemeinden des Bezirks in die Kirche nach Minden eingeladen. Trotz der sehr sommerlichen Temperaturen hatten sich viele auf den Weg gemacht. „Schön, dass ihr gekommen seid. Schön, dass ihr euch auf den Weg gemacht habt“, begrüßte Apostel Denker die Gemeinde. Viele weitere Gottesdienstteilnehmer waren per Telefon- und Videoübertragung mit der Gemeinde verbunden. Apostel Denker wurde von Bischof Thomas Wiktor sowie den Bezirks- und Gemeindeleitern begleitet.
Gott bewahrt und schützt
Die eingangs vom Seniorenchor vorgetragene Bitte griff Apostel Denker zu Beginn der Predigt auf: „Gott ist dein Gott, der hinter dir steht und dir den Rücken stärkt – auch dann, wenn Gefahren drohen, die wir gar nicht sehen, weil unser Blick in eine andere Richtung geht. Er bewahrt und schützt dich.“
Gott schenke einen sicheren und festen Grund. „Lasst uns diesen wunderbaren Rundumschutz unseres himmlischen Vaters jeden Tag neu wahrnehmen. Dieser Schutz ist nicht beklemmend oder erdrückend, sondern er befreit uns, macht uns glücklich und erfüllt uns mit Dankbarkeit.“ Gottes Fürsorge schenke Sicherheit und Geborgenheit. Der Apostel forderte die Gemeinde auf, nicht im Leid zu verharren, sondern auf das zu schauen, was Gott verheißen habe.
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Jeremia 29,11: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“
Gott schenkt Heil, Frieden und Zukunft
Diesen „Rundumschutz“ Gottes bezeichnete der Apostel zugleich als Ausdruck seines liebevollen Gedenkens an jede einzelne Seele. „Gott denkt an dich“, ermutigte er die Gemeinde. Die Gedanken des Friedens, der Hoffnung und der Zukunft gälten nicht nur den Lebenden, sondern ebenso den Entschlafenen. In diesem Zusammenhang verwies Apostel Denker auf den Entschlafenengottesdienst am kommenden Sonntag. Viele Seelen seien mit den Lasten ihrer Gefühle in die jenseitige Welt gegangen. Auch ihnen wolle Gott Heil, Frieden und Zukunft schenken. Deshalb seien alle Gläubigen aufgerufen, fürbittend für die Entschlafenen einzutreten.
Wie wohltuend sei es, wenn nach Streit und Unfrieden wieder Versöhnung einkehre und man spüre: Jetzt ist alles wieder in Ordnung. Gottes Frieden gehe jedoch weit über den menschlichen Frieden hinaus.
Priester Ingo Steg, stellvertretender Bezirksvorsteher, griff diesen Gedanken in seinem Mitdienen auf. Er ermutigte die Gemeinde, Streit, Ärger und Sorgen aktiv zu überwinden und Frieden zu stiften. Dabei erinnerte er an die Worte Jesu: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“ (Johannes 14,27a).
Apostel Denker schloss den Predigtteil mit der Vorbereitung der Gemeinde auf die Sündenfreisprache und die Feier des Heiligen Abendmahls. Mit Gebet und Segen fand der Gottesdienst seinen Abschluss. Den musikalischen Schlusspunkt setzte der Seniorenchor mit einem weiteren Liedbeitrag.
Bei Kaffee, kalten Getränken und einem Kuchenbuffet nutzten viele Gottesdienstbesucher die Gelegenheit zu Gesprächen und einem regen Austausch. Die gemeinsame Zeit stärkte das Miteinander und die Gemeinschaft im Bezirk.
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