Seit zehn Jahren steht der Kirchenneubau der Neuapostolischen Kirche am Papensgrund 1 in Porta Westfalica, der am 10. Mai 2015 durch den damaligen Bezirksapostel Rainer Storck eingeweiht wurde. Dieses Kirchweih-Jubiläum wurde nun am Samstag, den 17. Mai 2025 mit einer Feierstunde und anschließendem Gemeindefest gefeiert.
Zu Beginn stellte sich der ehemalige Vorsteher Priester Michael Bartke vor und begrüßte die Gemeindemitglieder, Gäste, Nachbarn, die Vertreter der Ökumene der christlichen Kirchen in Porta Westfalica und die Bürgermeisterin von Porta Westfalica mit ihrem Mann.
In den vergangenen 10 Jahren gab es viel zu erleben in der Gemeinde, so der ehemalige Gemeindeleiter. Da fanden Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten, Ehejubiläen, Trauerfeiern und vieles mehr statt.
Über allem stehe heute die Dankbarkeit, dass die Gemeinde diese schöne Kirche vor 10 Jahren bekommen habe.
Nach einem gemeinsam gesungenen Lied stellte Michael Bartke seinen Nachfolger im Ehrenamt vor, den neuen Gemeindevorsteher Roland Consten, der zunächst ein Gebet sprach und darin für 10 Jahre Gemeinde Porta Westfalica und für dieses Kirchengebäude dankte. Er bat auch um ein gutes Gelingen für den Tag und für den Frieden untereinander und in der Welt.
Roland Consten begrüßte ebenfalls die Anwesenden und stellte sich kurz vor. Danach gratulierte er dem Paar zur Rosenhochzeit, das vor 10 Jahre als erstes, nur einige Tage nach der Einweihung, in dieser neuen Kirche den Hochzeitssegen empfing.
Michael Bartke stellte die jeweiligen Gäste vor, die auch ein Grußwort sprechen würden.
Bürgermeisterin Anke Grotjohann
Den Anfang machte die Frau Bürgermeisterin Anke Grotjohann. Sie überbrachte die Grüße von der Stadtverwaltung und dem Rat. „50 Jahre waren wir Nachbarn an der Kempstraße, neben dem Rathaus. Damit ist die Neuapostolische Kirche schon viel länger Teil der Gesellschaft und der christlichen Gemeinschaft als es die Stadt überhaupt gibt“, sagte die Bürgermeisterin.
Sie habe sich sehr über die Einladung zum Jubiläum gefreut, denn sie sei schon oft an der Kirche vorbei gekommen und hatte den Wunsch, diese auch mal von innen zu sehen. Die Kirche sei wunderschön und hält von innen das, was sie von außen verspricht.
Die Gemeinde könne stolz sein auf dieses Gebäude und ihr geistliches Zuhause.
In ihrer Amtszeit habe sie viele Kirchen und Gottesdienste besucht und trotz aller Unterschiede gebe es das was alle eint: Es ist das Kreuz und unsere christlichen Werte. Fürsorge, Friedfertigkeit, Versöhnung, Toleranz und Liebe ist alles was man in einem Gotteshaus spürt.
Architekt und Gemeindeleiter im Ruhestand Friedhelm Brinkmann
Friedhelm Brinkmann war von 1994 bis 2010 Vorsteher der Gemeinde Hausberge und erinnert zunächst daran, dass bereits im Jahr 2008 die ersten Gespräche über eine Fusion der drei Porta Gemeinden, Hausberge, Vennebeck und Veltheim, stattfanden. Ein Um- und Anbau einer der alten Kirchen wurde aus baurechtlichen- und Kostengründen verworfen. Friedhelm Brinkmann bekam daraufhin den Auftrag ein neues Kirchengebäude zu planen und die Voraussetzungen zu erarbeiten.
Es dauerte, bis ein passendes Grundstück gefunden war und verschiedene Auflagen erfüllt werden konnten. Im Januar 2012 wurde endlich das Grundstück am Papensgrund beurkundet. Dezember 2013 wurde der Bauantrag gestellt und im April 2014 genehmigt. Im Juni 2014 konnten die ersten Bauarbeiten beginnen und nach 10 Monaten, im April 2015, erfolgte die Fertigstellung.
Das Gebäude besteht aus dem sakralen Bau und einem Gemeindezentrum, welches durch einen wintergartenähnlichen Zwischengang verbunden ist. Dazu gibt es einen Mutter-Kind-Raum, Mehrzweckraum, Sakristei, Geräte- und Technikraum und Toiletten. Bis auf die Empore ist alles barrierefrei gebaut.
Glaskünstlerin Lea Dievenow
Lea Dievenow ist ausgebildete Kunstglaserin und hat das Kreuz und die Fenster der Kirche entworfen und gefertigt.
Die Fensterflächen stellen die vier Schöpfungselemente Feuer, Wasser, Luft und Erde in Bewegung dar und finden sich auch auf dem Rückfenster der Empore wieder.
Das Kreuz steht im Zentrum als Ruhepol zwischen den Fenstern, aus denen die Schöpfung herausbricht. Das Kreuz steht für Hoffnung und Verwandlung.
Im Eingangsbereich befindet sich sieben Lichtbilder, die die Schöpfungsgeschichte darstellen. Am siebten Tag enthält es einen Spiegel in dem der Mensch sich selber, als Teil der Schöpfung sieht.
Vertreter der christlichen Kirchen
Herr Ulrich Geschwinder, Gemeindereferent der katholischen Gemeinde Sankt Walburga, und Herr Torsten Willimczik, Pfarrer der evangelischen Kirche Porta Süd, dankten für die Einladung und freuten sich, dabei sein zu dürfen wenn zehn Jahre Kirchenneubau gefeiert werde. Es sei etwas Besonderes wenn eine christliche Gemeinde eine neue Kirche baut.
Auch die evangelische Kirche haben inzwischen fusioniert, aber was uns unterscheidet, so Pfarrer Willimczik, ist, dass die Neuapostolische Kirche hier mit dieser neuen Kirche einen Kristallisationspunkt gefunden habe.
Alle Konfessionen machten die Erfahrung, dass sie kleiner werden und es schwierig sei, den Glauben an die nächste Generation weiter zu geben, aber dadurch haben wir uns auch darauf besonnen, dass es noch andere christliche Konfessionen gibt und wir uns nicht als Konkurrenten, sondern miteinander auf einem Weg sehen, so der Pfarrer.
Die Vertreter der christlichen Gemeinden in Porta Westfalica erwähnten den guten, offenen und zukunftsweisenden Kontakt der Kirchen untereinander und überbrachten ihre Glückwünsche zum zehn jährigen Jubiläum und wünschten weiterhin viel Mut und Gottes Segen für die Zukunft.
Ralf Pretzer, Ökumene-ACK
Ralf Pretzer berichtete darüber, dass die Neuapostolische Kirche Westdeutschland am 23. März 2025 in die ACK Nordrhein-Westfalen aufgenommen wurde.
Alle hätten einen unterschiedlichen Standpunkt, was Ökumene angehe. Die Neuapostolische Kirche öffnet sich und will Brücken bauen, denn so unterschiedlich seien die Kirchen nicht. Alle haben einen und denselben Gott.
Er gab einen Einblick, wo der Bezirk Minden bereits im Rahmen der Ökumene tätig sei. Dazu gehören die regelmäßigen Gottesdienste und Andachten im Johannes Wesling Klinikum Minden, die jährliche Andacht auf dem Franzosenfriedhof Minderheide und die Teilnahme am Ökumene-Tag in Minden im letzten Jahr.
Am Pfingstdienstag findet vor dem Mindener Dom ein ökumenischer Gottesdienst statt, bei dem ein Chor der Neuapostolischen Kirche für die musikalische Gestaltung sorgen möchte.
Gemeindefest
Die Feierstunde ging nun in das Gemeindefest über. Es gab Gelegenheit, das Kirchengebäude zu besichtigen und Gespräche zu führen. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt.
Der Kuchen wurde in Gemeinschaftsarbeit zubereitet. Dafür wurden gebackene Kuchenböden mitgebracht, die in der Küche aneinandergereiht, mit einer Creme bestrichen und mit Obst belegt wurden. Danach stand der Kuchen zum Verzehrbereit.
Spendenaktion
Für das ELKI-Kinder-Diabeteszentrum im Johannes-Wesling-Klinikum kamen 620 Euro und für das Tierheim Bückeburg 450 Euro zusammen. Die Spenden werden in den nächsten Tagen ihrer Bestimmmung übergeben.
Als Dankeschön und zur Erinnerung an diesen schönen Tag gab es ein von den Kindern und Jugendlichen gebasteltes Lesezeichen als Give-away.
"Was für ein schöner Jubiläumstag, bei herrlichem Wetter", so die Aussage einiger Gäste.
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