Der Bezirksvorsteher Priester Oliver Rütten hatte zu einem besonderen Gottesdienst für die Senioren des Kirchenbezirks nach Minden eingeladen. Aus Nah und Fern reisten diese am 23. Februar 2025 zu der besonderen Gemeinschaft an. Für alle Verhinderten wurde der Gottesdienst per IPTV und Telefon in ihr Zuhause übertragen.
Das Eingangslied: "Mit dir o Herr verbunden" (GB 189) war bereits ein Einstieg in die Thematik des Gottesdienstes.
Grundlage für den Gottesdienst war das Bibelwort: „Und wo er in Dörfer, Städte oder Höfe hineinging, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, dass diese auch nur den Saum seines Gewandes berühren dürften; und alle, die ihn berührten, wurden gesund.“ (Markus 6,56)
Der Marathonläufer
Die Predigt begann Priester Rütten mit der besonderen Geschichte eines 61-jährigen australischen Landwirts, die sich vor ca. 40 Jahren zugetragen hat. Dieser trat damals bei einem Ultra Marathon von Sydney nach Melbourne an. Die Läufer mussten 875 km zurücklegen. Alle Teilnehmer schmunzelten, als sie ihn in Gummistiefeln und ohne professionelle Laufkleidung am Start sahen. Er lief so langsam wie niemand vor ihm. Schon nach einem Tag lag er weit zurück. Aber er schlief weniger als andere, lief langsamer als andere, aber ausdauernder. Letztendlich erreichte er das Ziel in Rekordzeit und gewann mit eineinhalb Tagen Vorsprung.
Priester Rütten machte deutlich, dass auch wir nicht mehr die Schnellsten sind, dass der Eine etwas nicht gut beherrscht, was ein Anderer besser kann. Wesentlich sei jedoch, dran zu bleiben. Jesus habe immer nur Nachfolge im Glauben und Vertrauen erbeten. Auch heute gelte für einen jeden der Anwesenden Kontinuität. Sich nach 70 Jahren Glauben eine Pause zu gönnen, führe nicht zum Ziel.
Krankenheilung ohne Vorurteile
Jesus hat den Nächsten wertgeschätzt und angenommen, wie er war. Er liebt den Menschen, wie Gott ihn geschaffen hat. In seiner Hinwendung macht er keinen Unterschied zwischen Lebenden und Toten. Mit dieser Aussage stellte der Bezirksvorsteher einen Bezug zur Erlösungsarbeit in der geistigen Welt der Entschlafenen am kommenden Sonntag her. Die Unterschiedlichkeit aller Menschen ist die Kraftquelle der Gemeinschaft, wenn der Nächste so akzeptiert wird, wie Gott ihn geschaffen hat. Die Menschen in Genezareth machten sich die Mühe, die Kranken auf den Marktplatz zu bringen, den Platz der Begegnung, wo etwas geschieht. Sie baten Jesus um Hilfe und Erlaubnis zur Berührung. Jesus verwehrte niemanden die Genesung.
Unterstützung für Seelen im Bereich der Entschlafenen
Priester Rütten wünschte den Anwesenden, dass das Verhalten der Menschen in Genezareth einen Impuls für den kommenden Sonntag auslösen möge. Für jene im Gebet einzutreten, welche sich noch in der Gottferne aufhalten, fordere von jedem die Bereitschaft, wertfrei und ohne Vorurteile für sie einzutreten. In der DNA des Menschen liege die Hilfsbereitschaft für Menschen in Not. Es gelte auch, dass Seelenleben des Nächsten im Blick zu haben. Gott vor den Menschen zu bekennen, sei eine Aufforderung dazu. Eine Bewertung seines Lebens sei auch bei den Toten nicht die Aufgabe der Christen.
Gott geht es um das Ewige, das Geistliche
Der Bezirksleiter bat die Gläubigen, jedem ewiges Heil und die ewige Liebe Gottes zu gönnen. So wie damals das Berühren des Kleidersaums zur Heilung führte, sei auch heute die Hinwendung zu Jesus die Voraussetzung für Hilfe. Heute könne man Jesus nicht mehr anfassen, aber er sei nicht verschwunden. Dafür sandte Jesus den Heiligen Geist, der ihn vertritt und die Menschen unterweist. Der Heilige Geist ist heute im Sakrament und im Wort erlebbar. Auch im Gebet ist die Hinwendung zu Jesus möglich. Die Tiefe und Intensität des Gebets müsse jedoch immer wieder überprüft werden. "Wie ist die persönliche Beziehung zu Gott?" fragte der Gottesdienstleiter in die Gemeinde. In der Vorbereitung auf die Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahls riet er zu einem noch bewussteren Genuss dieser Nähe zu Gott, quasi auf Tuchfühlung mit Jesus Christus zu sein. Der Gedanke, dass Jesus für jeden von uns, auch für den Sünder nebenan, gestorben ist, gönnt jeden das gleiche Maß an Gnade.
Priester Ingo Steg ermunterte die Einstellung des Marathonläufers zu übernehmen und das Ziel fest vor Augen zu behalten.
Musik
Der Gottesdienst wurde vom Seniorenchor „Ü60-Spätlese“ und dem Instrumentalkreis der Senioren umrahmt.
Die Einladung zum anschließenden Kirchenkaffee wurde von vielen gerne genutzt.
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