Unter diesem Motto feierten die Seniorinnen und Senioren des Kirchenbezirks Minden ihr diesjähriges Sommerfest auf Hof Frien in Höfen. Lange hatten sich fast 150 rüstigen Rentner auf diesen Tag gefreut. Die Erwartungen an ein Wiedersehen mit alten Weggefährten und an einen Nachmittag voller Kurzweil wurden nicht enttäuscht. Ein buntes Programm aus Nachdenklichem und Unterhaltsamen sorgte für gute Unterhaltung.
Schon vor dem Eintritt in die Halle empfing fröhliche Musik die Gäste. Jürgen am Akkordeon und Wilfried Schröder mit der Mundharmonika spielten draußen bei bestem Wetter auf. Der Bezirksseniorenbeauftragte Hirte i. R. Heinz Kröger hieß alle herzlich willkommen. Er freute sich, dass auch Gäste aus Vlotho, Bünde, Hameln, Rahden-Espelkamp, Nienburg und sogar „augenzwinkernd“ aus dem Nachbarort Uchte der Einladung gefolgt waren und übermittelte herzliche Grüße von Bischof Michael Eberle und dem Bezirksevangelisten Thomas Wiktor, die beide aus beruflichen Gründen verhindert waren.
Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes “Sollt ich meinem Gott nicht singen“ und Gebet genossen die Anwesenden zunächst leckeren Kaffee und frischen Kuchen. Evangelist i.R. Hans-Walter Meyer skizzierte den mehr als 50-jährigen Werdegang des Instrumentalkreises und Seniorenchores. Heute nennt dieser sich zeitgemäß Ü60-Spätlese. Jeden ersten Dienstag im Monat beginnt um 15 Uhr die Übungsstunde in der Neuapostolischen Kirche in Petershagen-Lahde. Nachwuchs und Zuwachs ist sehr erwünscht. In der lebendigen Gemeinschaft kommt die Geselligkeit nach dem Üben, bei gemeinsamen Ausflügen und Reisen, Weihnachtsfeiern und häufigen Auftritten in Seniorenheimen nicht zu kurz.
Die Werbung des Evangelisten um neue Mitglieder unterstrich der Chor unter der Leitung von Christiane Marquardt klangvoll mit dem Lied “Schön ist das Alter“. Noch einige Male unterhielten die Sängerinnen und Sänger mit schönen Liedern ihr Publikum. Christianes Dirigat hatte den Chor zu einem Ohrenschmaus geformt.
Einer trage des Anderen Last
Der Bezirksälteste i.R. Raimund Knoll brachte den Anwesenden diesen Gedanken des Stammapostels Jean-Luc Schneider nahe, welchen dieser kurz zuvor in einem Gottesdienst geäußert hatte. Er wollte damit Denkanstöße über den Umgang miteinander in den Gemeinden geben. Als Last kann Ungerechtigkeit, Sorge, Krankheit oder Sünde wirken. Möglichkeiten mitzutragen bietet das Einssein untereinander. Da alle Menschen verschieden sind, kann ihnen Anteilnahme an ihrer Situation helfen. Darauf zu achten, wie es dem Anderen geht, und eine innere Verbindung im Gebet zu ihm aufzubauen, hilft. Im Gebet sind alle miteinander vernetzt. Beten wirkt! Die eigene Wirkung auf den Nächsten zu prüfen ist wichtig. Dem Nächsten persönliche Wärme und Nähe entgegen zu bringen, nicht noch seine Last zu erschweren, nicht anzuklagen oder Vorwürfe zu machen, sondern ihn wertzuschätzen und zu lieben, soll Aufgabe neuapostolischer Christen sein. Ziel sollte es sein, das Gemeindeleben zu verbessern. Dem anderen, ob Jung oder Alt, zu zeigen, dass er dir genauso viel wert ist, wie jeder andere in der Gemeinde, führt zum Wohlfühlfaktor in der Gemeinde.
Die Schöpfung
In einem selbstverfassten Gedicht ließ Berndt Bornemann die Schöpfung der Welt noch einmal Revue passieren. In humorvoller Weise ließ er Bilder entstehen, wie es damals hätte sein können. Die nicht ganz ernst gemeinten Beschreibungen erheiterten die Zuhörer.
Der Nord-Ost-Westfale
Nach einem Ständchen der Instrumentalgruppe unter der Leitung von Raimund Knoll betrat der Kabarettist Harald Mewes das Parkett. Humorvoll und für die meisten Anwesenden nachvollziehbar, beschrieb er das Wesen des Ost-Westfalen. Ein Wesen, dass in sich ruht, und daher er nur redet, wenn es nötig ist: Da spricht der kleine Sven zur Überraschung seiner Mutter erst mit acht Jahren zum ersten Mal, weil das Essen zu heiß ist. Bis dahin war ja immer alles in Ordnung, so dass er nichts sagen musste. Der Ost-Westfale verstehe es, hochdeutsche Vokabeln kreativ einzusetzen. "Da ist immer alles gut, außer wenn´s jetzt gut ist, das ist schlecht!" Er kann auch zweisilbig, wenn er "anne Tür muss" oder "vorre Garage" was zum Wegmachen hat. Das isso! Die kürzeste Unterhaltung klingt dann so: "Und? Muss! Und wie isses? Muss ja! Jau, das sach man auch!"
Musik von Trinity
Auch in diesem Jahr unterhielt die Band Trinity die Anwesenden mit ihrer wundervollen Musik. Zu Beginn ihres Auftritts erinnerte die Leadsängerin Larissa Piora an Walter Marquardt, den Gründer und Mentor der Band, der leider zu früh gehen musste. Ihm zu Ehren führen sie sein Vermächtnis fort. In einfühlsamer Weise trug Larissa mit ihrer wunderschönen Stimme Texte zum Gotteslob vor. Ihr Gesang verzauberte die Zuhörer.
Der Bezirksapostel kommt
Hirte i.R. Lothar Ney ließ die Anwesenden an den Vorbereitungen eines imaginären, plötzlich angekündigten Besuchs des Bezirksapostels in einer neuapostolischen Gemeinde teilhaben. In übersteigerter Form beschrieb er zur Erheiterung des Zuhörer die Einsätze und den Ideenreichtum der Amtsträger und Gemeindemitglieder. Immer mehr steigerten sie sich in ihre Ideenwelten. So wurde sogar der Weg vom Parkplatz bis zur Kirchentür überdacht, damit der Bezirksapostel bei Regen auf keinen Fall nass würde. Selbst ein Spalier von der Autobahnabfahrt bis zur Kirche durfte nicht fehlen. Als endlich alles vorbereitet schien, erreichte die Gemeinde am Vorabend die kurzfristige Absage des Besuches. Der unangekündigt nachgeholte Besuch offenbarte dann die dürftige Realität eines Wochengottesdienstes. Bei dem satirischen Vortrag dürfte sich manch ein Zuhörer ein wenig an alte Zeiten erinnert haben.
Anschließend brachte Christiane Marquardt mit "Ü60-Spätlese" allen noch einige schöne Lieder zu Gehör. Gefühlvoll und sauber intoniert war der Vortrag des Chores. Es war erneut ein wahrer Genuss, den Sängerinnen und Sängern zu lauschen.
Die Kirchenkarte
Im Sketch von Gisela Kröger und Jutta Bogenschneider bekam jeder die Möglichkeit, eine Kirchenkarte zu beantragen. Damit konnten dann durch Gottesdienstbesuche Punkte gesammelt werden - wie beim Einkauf. Die verschiedenen Klassen der Karte nach den persönlichen Voraussetzungen des Inhabers beinhalteten selbstverständlich auch unterschiedliche Serviceleistungen. Vom reservierten Platz in der Wunschreihe, Kaffee nach dem Gottesdienst, extra großen Oblaten beim Abendmahl bis zum Liederbuch in Großdruck, von der schlichten Beerdigung bis zur opulenten Trauerfeier mit eigener Liedauswahl reichten die Vorteile der Karte. Der Vortrag von Gisela und Jutta löste bei den Zuhörerinnen und Zuhörern so manches Gelächter aus. Den Seniorinnen und Senioren bleibt hoffentlich die Zukunft in der digitalisierten Kirche noch lange erspart.
Nach dem Vortrag spielte Trinity noch einmal auf und gab auch eigene Kompositionen zum Besten. Zum Ausklang der gelungenen Veranstaltung dankte Hirte i.R. Heinz Kröger allen Beteiligten für die Organisation und Ausführung dieses schönen Beisammenseins. Er wünschte allen Anwesenden eine gute Heimreise und einen guten Appetit beim leckeren Buffet. Gerne nahmen alle das Angebot an und genossen die bereiteten Köstlichkeiten. Nachdem sich alle gestärkt hatten, leerte sich langsam der Saal. Manche traten den Heimweg an, andere hatten noch viel zu erzählen.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
