Bezirk Minden. In diesem Jahr, am 21.08.2018, versprach der Wetterbericht einen wunderbaren Sommertag für das Treffen der Bezirksseniorenbeauftragten des Apostelbezirks NRW Nord am Steinhuder Meer, das im Vorjahr wegen Dauerregens und „Landunter“ abgesagt werden musste.
Frühstück in unserer Kirche Mardorf-Loccum
Einen herzlichen Empfang in der Kirche Neustadt-Mardorf bereiteten den 27 Teilnehmern die Organisatoren dieses Treffens, die Bezirksseniorenbeauftragten des Bezirks Minden Evangelist in Ruhe Hans-Walter Meyer und Bezirksältester in Ruhe Raimund Knoll sowie Anita Meyer und Edeltraud Knoll. Freudig begrüßten sich die Bezirksseniorenbeauftragten und ihre Partner, die zum Teil bereits am Vortag angereist waren. Nach einem Gebet des Bezirksältesten Jürgen Meyer um Gottes Segen begann der Tag mit einem „Verwöhnfrühstück“, das vielfältig und liebevoll arrangiert, keine Wünsche offen ließ. Freude bereitete auch der überraschende Besuch des Gemeindevorstehers Jürgen Borgmann. Bezirksältester Meyer wusste einiges über die Geschichte der Gemeinde Mardorf von der Gründung bis zur Fusion mit der Gemeinde Loccum zu berichten.
Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer
Gestärkt und gut gelaunt ging es zu Fuß zum Bootsanleger, um in zwei sogenannten Auswandererbooten mit einer Fremdenführerin zur Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer überzusetzen. Die Insel und Festung Wilhelmstein hatte Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe in den 1760er Jahren aufschütten lassen. Die Festung galt zu damaliger Zeit als uneinnehmbar, da die Landseite von Moor umgeben war. Umfassend informiert von der Fremdenführerin über die Entstehung und Bedeutung der damaligen Festung als Schutzort, umgewandelt später zum Ausbildungsort für Offiziere und noch später zum Gefängnis, ging es mit den Auswandererbooten weiter nach Steinhude. Mit Sagen und Geschichten über die Entstehung des Steinhuder Meers, von der Fremdenführerin pointiert vorgetragen, gestaltete sich die Überfahrt kurzweilig.
Steinhude und der Steinhuder Aal
Der Ort Steinhude hat eine lange Fischfangtradition und ist berühmt für seinen Rauchaal. Mittlerweile hat er sich zu einem bekannten Urlaubsort entwickelt. Hier bestand die Möglichkeit, eine Aalräucherei zu besichtigen, und Hans-Walter Meyer orderte für alle ein frisch aus dem Rauch belegtes, köstlich schmeckendes Aalbrötchen. Bei einem Bummel durch das Scheunenviertel und diversen Museensbesuchen verging die Zeit bis zum Treffen im Wintergarten der Strandterrassen - mit Blick aufs Meer- im Fluge, wo die vorbestellten Speisen zügig serviert wurden, sodass die Rückfahrt nach Mardorf mit den Auswandererbooten zeitgerecht erfolgen konnte.
Zum guten Schluss
Zu Fuß ging es dann am Wasser entlang und durch die Felder zurück zur Kirche. Gerne sangen wir, begleitet von Raimund Knoll auf der Orgel, für Priester Ferry Schouwenaar ein Geburtstagswunschlied und verabschiedeten uns mit großem Dank für dieses gelungene und liebevoll organisierte Freizeittreffen von den Organisatoren.
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