Am 13. September 2026 waren alle Kinder des Bezirkes Minden mit ihren Eltern zum Kindertag nach Minden-West eingeladen. Mitgebrachte Freunde waren ebenfalls herzlich willkommen geheißen.
Kurz nach dem Betreten der Kirche konnten Kinder und Erwachsene eine leere Postkarte mit ihrer eigenen Adresse versehen. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, was später einmal passieren würde.
Anschließend teilten sich die Kinder in zwei Gruppen auf: „Quatschen oder Singen“. KiGo-Team-Mitglied Janin Denker erörterte mit der ersten Gruppe im Dialog, wie Gott in bestimmten getroffenen Entscheidungen Einfluss genommen hat. Die zweite Gruppe war musikalisch tätig. Sie probten unter der Leitung von Kornelia Ladendorff Lieder für den gemeinsamen Gottesdienst. Die jungen Solisten wurden dabei mit Trommeln und Klanghölzern begleitet.
Vor Beginn des Gottesdienstes kündigte die Bezirks-Kinderbeauftragte Dorina Frenzel eine besondere Aktion an: Mütter und Väter sprechen Fürbitten; die Gemeinde betete mit. In den Fürbitten standen vorrangig die Belange der Kinder im Mittelpunkt.
Der anschließende Kindergottesdienst orientierte sich an dem Bibelwort aus Lukas 11,1b: „Herr, lehre uns beten.“
Jesus lehrt beten: allein, für andere und mit anderen
Der Bezirksvorsteher, Priester Oliver Rütten, erarbeitete gemeinsam mit den Kindern, wie man beten kann. Dabei wurden verschiedene Haltungen und Positionen zum Beten betrachtet: stehend, liegend, kniend. Jedes Gebet entfaltet die gleiche Wirkung. Auch während des Fahrradfahrens oder des Autofahrens kann gebetet werden. Die Hände bleiben am Lenker oder Lenkrad und die Augen sind geöffnet. Wir können überall mit Gott reden, selbst wenn wir unter der Bettdecke liegen.
Auch vor 2000 Jahren wollten die Jünger von Jesus das Beten gelehrt bekommen. Jesus zeigte es ihnen damals, indem er ihnen sein Gebet zeigte. So begab sich Jesus zum Beten an eine einsame Stätte, er betete für seine Freunde und er betete mit den Menschen in großer Gemeinschaft.
„Allein, für andere, mit anderen – so hat Jesus gebetet, und so dürfen wir auch beten“, erklärte Priester Rütten und ermunterte, immer wieder einmal ganz alleine mit Gott zu sprechen. Mit unseren Gebeten können wir auch für den Nächsten eintreten, das kann ein guter Freund sein oder auch der Klassenkamerad, der gerade ärgert. Und wie Jesus können die Menschen auch heute gemeinsam beten – zuhause, in der Kirche. „Wir werden erleben: Gott verändert etwas in unserem Leben!“.
In seiner Predigtzugabe machte Priester Ingo Steg den Kindern deutlich, dass Gott durch unser Gebet auch die Handlungsweisen der Lehrer in seine Hand nehmen kann, so dass sie verständnisvoll mit den Schülern umgehen.
Genuss, Gemeinschaft und Kreativität
Nach dem Gottesdienst stärkten sich alle Beteiligten mit frisch gegrillten Bratwürstchen und Steaks, verschiedensten Getränken sowie Speisen vom kulinarischen Buffet.
Beim Tauziehen, Fußballspielen und Frisbee-Werfen konnten sich die Kinder im Freien aktiv betätigen. Andere fanden beim Zusammenfügen von Puzzleteilen einen ruhigen Ausgleich.
Als Gemeinschaftsaktion wurden die zu Beginn des Tages vorbereiteten adressierten Postkarten nach dem Zufallsprinzip an die einzelnen Teilnehmer verteilt. Kinder und Eltern verzierten die Karten mit Stickern und künstlerischen Malereien. Freundliche Grüße und nette Wünsche für den Empfänger ergänzten das Kunstwerk. In den kommenden Tagen werden die Postkarten den Empfängern als Überraschung zugestellt.
Zum Abschluss des Tages stellten sich Kinder und Erwachsenen Hand in Hand im großen Kreis auf. Jetzt wurde umgesetzt, was morgens noch Theorie war: ein gemeinschaftliches Dankgebet sprechen. Jeder Einzelne hatte die Möglichkeit im größeren Rahmen dem lieben Gott aus unterschiedlichen Blickwinkeln „DANKE“ zu sagen.
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