In dem Gottesdienst mit Apostel Carsten Denker empfing das jüngste Gemeindemitglied die Gabe des Heiligen Geistes – an einem Sonntag, der dazu kaum besser passen konnte.
Am Sonntag, 31. Mai 2026 – dem Trinitatisfest – feierte die Gemeinde Mardorf-Loccum einen besonderen Gottesdienst. Apostel Carsten Denker, zuständig für den Arbeitsbereich Nord, leitete den Gottesdienst in einer voll besetzten Kirche. Familie, Gemeindemitglieder und Gäste hatten sich versammelt, um gemeinsam zu feiern – und Zeuge eines Augenblicks zu sein, der im Leben einer Gemeinde selten ist: der Heiligen Versiegelung ihres jüngsten Mitglieds.
Handauflegung und Gebet
Marla empfing durch Handauflegung und Gebet von Apostel Denker die Gabe des Heiligen Geistes – das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Dieser Moment fand seinen Platz im Sakramentsteil des Gottesdienstes, nach Sündenvergebung und Opfergebet, noch vor der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls. Die Eltern trugen ihre Tochter dazu an den Altar, umringt von der ganzen Gemeinde.
Die Heilige Versiegelung ist nach neuapostolischem Glaubensverständnis das Sakrament, durch das ein getaufter Mensch unter Handauflegung und Gebet eines Apostels die Gabe des Heiligen Geistes empfängt. Sie begründet die Gotteskindschaft und eröffnet die Berufung zur Erstlingsschaft – zur Gemeinschaft derer, die auf die Wiederkunft Christi warten und vorbereitet sein wollen (Katechismus der Neuapostolischen Kirche 8.3). Die Spendung durch einen Apostel ist dabei wesentlich: Sie knüpft an das neutestamentliche Zeugnis an, wonach die Apostel den Geist durch Handauflegung weitergaben.
Gnade, Liebe, Gemeinschaft
Grundlage der Predigt war an diesem Sonntag, das Wort, mit dem jeder neuapostolische Gottesdienst endet: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!" (2Kor 13,13). Paulus schloss damit seinen zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth – eine Gemeinde in Spannungen und Unsicherheiten. Er endete nicht mit Kritik, sondern mit Zuspruch.
Apostel Denker entfaltete diesen trinitarischen Segen als wirksame göttliche Zusage. Gnade sei die unverdiente Zuwendung Gottes, die sich in Jesus Christus erfüllt habe – keine Stimmung, sondern eine Handlung. Liebe stehe für die schöpferische und erlösende Kraft des Vaters, die allem Sein zugrunde liege. Gemeinschaft meine das Miteinander, das der Heilige Geist stiftet – in Gott selbst, und von dort ausstrahlend unter den Menschen.
Der Segen will gelebt sein
Der Segen, so die Botschaft, wolle nicht nur empfangen, sondern gelebt werden. Wer sich gesegnet wisse, schöpfe aus Kräften, die nicht selbst gemacht sind. Apostel Denker gab der Gemeinde drei Fragen mit: Zeigen meine Worte und Taten den Blick der Gnade – den Blick, der nicht verurteilt, sondern aufrichtet? Ist mein Handeln von Liebe geleitet, spürbar und konkret? Trägt mein Verhalten dazu bei, dass Gemeinschaft entsteht oder wiederhergestellt wird?
Dass dieser Gottesdienst auf das Trinitatisfest fiel – den Sonntag, an dem die Kirche das Geheimnis des dreieinigen Gottes bedenkt –, war mehr als ein glücklicher Zufall. Einen passenderen Sonntag dafür hätte es kaum geben können.
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