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Andacht zum Entschlafenensonntag: elf Buchstaben, elf Momente

 

Jugendliche aus den Kirchenbezirken Minden und Osnabrück gestalteten am Abend vor dem Entschlafenensonntag eine Andacht der anderen Art – mit selbst komponierter Musik, digitaler Beteiligung aller Anwesenden und einer Geschichte über Brückenbau.

Die Kirche in Porta Westfalica war am Samstag, 28. Februar 2026, kaum wiederzuerkennen. Mehrere Dutzend Kerzen tauchten den Raum in warmes Licht, die bekannte Kirchen-Ruhe war noch einmal etwas stiller als sonst, draußen lag der Abend schon schwer über dem Wesergebirge. Um 18 Uhr begann für Gemeindemitglieder aus den umliegenden Kirchengemeinden und ihre Familienangehörigen – eine Andacht, die Jugendliche aus den Kirchenbezirken Minden und Osnabrück gemeinsam mit ihren Bezirks-Jugendbeauftragten vorbereitet und gestaltet hatten.

Das Thema: der Entschlafenensonntag, der am folgenden Tag gefeiert werden sollte. Das Gerüst: elf Programmpunkte, jeder einem Buchstaben des Wortes ENTSCHLAFENE zugeordnet, welches auch sichtbar auf dem Altar platziert war.

Ein Gebet als Eröffnung

Zu Beginn war die Kirche noch abgedunkelt; erst mit den Kerzen, die in den Raum getragen wurden, hellte sich die Atmosphäre auf – ein bewusst gesetztes Bild für das, worum es in dieser Andacht gehen sollte: Licht und Dunkel, Verlust und Hoffnung. Dazu erklang Musik: „Näher, mein Gott, zu dir“ – Matthias hatte am Klavier Platz genommen, Mara spielte das Cello und Elisa die Klarinette. Bischof Thomas Wiktor begrüßte die Anwesenden und sprach ein erstes Gebet.

Priester Jörg Meyer, Bezirks-Jugendbeauftragter aus Osnabrück, übernahm den ersten inhaltlichen Wortbeitrag. Er griff ein bekanntes Bild auf: die Titanic. Das Schiff steht als Sinnbild für eine Gesellschaft, die Menschen nach Klassen sortiert – auch im Sterben. Wer zahlte mehr, wer hatte mehr Chancen, wen rettete man zuerst. Priester Meyer nutzte dieses Bild, um eine Grundüberzeugung des neuapostolischen Glaubens zu umreißen: Bei Gott gibt es keine Klassen. Vor Gott sind alle gleich – und die Hoffnung gilt allen.

Schweigen, singen, hören

Nach diesen Gedanken folgte etwas Ungewöhnliches: eine Minute Schweigen. Kein Übergang, kein Musikbett, keine großen Erklärungen. Nur Stille. Die Gemeinde stand, vielen schlossen die Augen, falteten die Hände.

Dann setzte Musik ein. Die Gemeinde sang gemeinsam. Das gab dem Abend einen anderen Rhythmus, etwas Verbindendes nach der Stille. 

Mara trug anschließend aus dem Katechismus der Neuapostolischen Kirche vor: Was ist das Entschlafenenwesen? Sie las die entsprechende Passage vor und gab damit dem Abend eine lehrmäßige Grundlage. Kurz darauf las Elisa aus dem Lukasevangelium, Kapitel 16, die Begebenheit vom reichen Mann und dem armen Lazarus – eine der zentralen biblischen Stellen zum Thema Tod, Jenseits und Gerechtigkeit.

Namen auf der Leinwand

Zu den eindrücklichsten Momenten des Abends gehörte ein interaktiver: Während leise Klaviermusik erklang, wurden die Teilnehmenden eingeladen, über die Plattform Mentimeter Namen einzugeben – Namen von Menschen, an die sie denken, für die sie beten wollen. Verstorbene, Vermisste, Erinnerte. Auf einer großen Leinwand erschienen diese Namen und Begriffe, sammelten sich, wurden sichtbar. Für viele im Raum war es ein stilles, persönliches Innehalten.

Diese Namen bildeten auch die Grundlage für das Fürbittgebet, das Priester Dirk Möller einleitete und abschloss. Im Mittelteil sprachen viele weitere Jugendliche und Glaubensgeschwister – für sich, für alle.

Ein selbst komponiertes Lied

Lennard, ein Jugendlicher aus Osnabrück, hatte ein Lied geschrieben und die Musik gleich mitkomponiert. „Zeig mir Wunder" heißt es, sieben Strophen, die von Glauben, Liebe, Hoffnung und persönlichen Gotteserfahrungen handeln. Die Gemeinde war eingeladen es gemeinsam zu singen, Lennard begleitete am Klavier. Es war das erste Mal, dass viele das Lied hörten – und alle fanden schnell in die Melodie hinein.

Den Abschluss des inhaltlichen Teils bildete eine Geschichte, die Priester Jörg Meyer vortrug: „Der Brückenbauer". Eine kurze, nachdenklich stimmende Erzählung, die – wie der gesamte Abend – nicht mit fertigen Antworten aufwartete, sondern Raum für eigene Gedanken und Empfindungen ließ.

Herzförmige Kerzen zum Abschied

An der Kirchensaaltüre warteten Kim und Kira. Wer die Andacht verließ, bekam eine herzförmige Kerze in die Hand gedrückt. Ein kleines Mitgebsel, das an den Abend erinnern sollte – und an das, was er bedeuten wollte.

Die Andacht endete nach knapp 50 Minuten. Im Foyer blieben viele noch kurz stehen, sprachen leise miteinander, bevor sie sich verabschiedeten. Am folgenden Sonntag, 1. März 2026, fand in den Gemeinden der Gottesdienst für die Entschlafenen statt – der Andacht war es gelungen, darauf einzustimmen.

 

1. März 2026
Text: or
Fotos: or

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