Jugendliche aus Minden und Osnabrück trafen sich am 14. September 2025 in Porta Westfalica zum Jugendgottesdienst. Thema: soziale Verantwortung im Alltag.
Der monatliche Jugendgottesdienst des Kirchenbezirks Minden fand im September in der Kirche in Porta Westfalica statt. Priester Alexander Ladendorff aus Minden-West leitete den Gottesdienst, der rund eine Stunde dauerte und mit einem gemeinsamen Zusammensein ausklang. Besuch kam auch aus dem Nachbarbezirk: Jugendliche aus Osnabrück waren der Einladung gefolgt.
Die Grundlage des Gottesdienstes bildete das Bibelwort aus 5. Mose 10,18.19: „[Der Herr] schafft Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland.“ Eine Jugendliche trug zusätzlich eine Bibellesung aus Matthäus 25,35–40 vor, die das Thema Nächstenliebe vertiefte.
Die Wirkung vieler kleiner Taten
Priester Ladendorff betonte in der Predigt, dass es nicht einschränkend gemeint sei: „Es geht nicht nur um die drei Gruppen, die im Bibelwort genannten sind, sondern um alle! Dem Nächsten, der neben dir sitzt, der dir begegnet, …“
Die Botschaft des Gottesdienstes war klar: Wer sich an Jesu Beispiel orientiert, übernimmt soziale Verantwortung. Waisen, Witwen und Fremdlinge zu unterstützen, bedeutet, aktiv zu helfen, zuzuhören, zu motivieren und kleine alltägliche Hilfen anzubieten. Priester Ladendorff verdeutlichte: „Dem Nächsten zu helfen bedeutet nicht nur mit Geld etwas Gutes zu tun. Die Kreativität des Menschen kann bei diesen Überlegungen helfen: Wir können anderen raten, zuhören, sie unterstützen, Nachhilfe geben, motivieren zu lernen, ja, auch einmal Vokabeln abfragen, … es gibt viele Kleinigkeiten, die Welt besser zu machen.“
Musikalisch begleitete der Jugendchor den Gottesdienst und untermalte die Kerngedanken mit Liedern aus dem Gesangbuch. Besonders das eingangs gemeinsam gesungene Lied „Kleine Tropfen Wasser“ bot einen Bezug zur Predigt, indem es die Wirkung vieler kleiner Taten aufzeigte.
Verantwortung in Alltag und Gesellschaft
Priester Ladendorff stellte heraus, dass Verantwortung im Alltag beginnt: „Verantwortung übernehmen in der Gesellschaft, in der Schule, in der Familie, bedeutet auch, mehr Möglichkeiten zu haben, Gutes zu tun.“ Dabei gehe es nicht um große Projekte allein, sondern um die Bereitschaft, im Alltag aufmerksam zu sein und Hilfe anzubieten.
Priester Jörg Meyer aus Osnabrück griff in der Predigtzugabe das Jahresmotto 2025 „Es ist Zeit, Gutes zu tun“ auf. Er stellte die Frage: „Es ist bereits Mitte September. Was haben wir wirklich getan?“ Meyer ermunterte die Jugendlichen, konkrete Projekte zu starten, etwa ‚Weihnachten im Schuhkarton‘, Kekse backen und Einnahmen spenden oder Menschen in Altenheimen mit Gesang und Vorträgen Freude zu bereiten.
Seine Botschaft verdeutlichte die Verantwortung jedes Einzelnen: „Du bist Botschafter für Gott. Du bist Gesicht und ausgestreckte Hand Gottes.“ Die Jugendlichen wurden eingeladen, aktiv mitzuwirken, selbst kleine Schritte zu planen und umzusetzen, um im Alltag und in der Gemeinde sichtbar Gutes zu tun.
Der Höhepunkt des Gottesdienstes war Sündenfreisprache und die Feier des Heiligen Abendmahls. Den Gottesdienst beendete Priester Ladendorff mit Gebet und trinitarischem Segen.
Praktische Umsetzung im Alltag
Der Gottesdienst machte deutlich, dass soziales Engagement vielfältig sein kann. Priester Ladendorff betonte, dass die Kreativität der Jugendlichen ein Schlüssel sei, um Hilfe und Solidarität praktisch umzusetzen.
Nach dem Gottesdienst blieben die Jugendlichen in gewohnter Weise zu einem Imbiss zusammen und hatten Zeit für Austausch.
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