Chronik der Gemeinde Minden-Nord
Die Gemeinde Minden-Nord ist aus der heutigen Gemeinde Minden-Mitte hervorgegangen. Um ihre Entwicklung darzustellen, müssen wir bis in das Jahr 1947 zurückgehen.
1947 - Stubengemeinde „Minden-Marienstraße“
Zwei Jahre nach dem zweiten Weltkrieg mit allen seinen Folgen, den Zerstörungen und Leiden, aber auch den vielen Flüchtlingen aus dem Osten unseres Landes, wuchs die Gemeinde Minden wieder.
Davon wohnten im Norden Mindens etwa 53 Seelen.
Die Schwiegermutter von Schwester Wilhelmine Schulte, Johanna Schulte, die krank war und gepflegt werden musste, wurde regelmäßig sonntags nach dem Nachmittagsgottesdienst besucht. Zu diesen sonntäglichen Besuchen versammelte sich im Laufe der Zeit ein Kreis von Geschwistern, die in der Umgebung wohnten.
Aus diesen Krankenbesuchen entstanden die ersten Zusammenkünfte von Geschwistern in der Wohnung von Schwester Schulte, Marienstraße 178. Ab Sommer 1947 fand dann regelmäßig sonntags um 16.00 Uhr ein Gottesdienst statt, zu dem etwa 50 neuapostolische Christen und acht bis zehn Sänger aus der Hauptgemeinde sich in drei nebeneinander liegenden Räumen versammelten.
Diese Stubengemeinde nannte man „Minden-Marienstraße“.
1958
Im April bestand die Gefahr, dass Schwester Wilhelmine Schulte, die selbst nur Untermieterin in diesem Hause war, die Räume für die Gottesdienste nicht mehr zur Verfügung stellen konnte.
Apostel Knaupmeier wollte darauf hin die Versammlungsstätte auflösen und die Geschwister wieder zur Hauptgemeinde, Viktoriastraße, gehen lassen.
Dieses gefiel dem Vorsteher, Evangelist Hermann Lihra, nicht recht. Er bat den Apostel, auf dem von der Neuapostolischen Kirche vor 2 Jahren angekauftem Grundstück an der Stiftsallee ein eigenes Kirchengebäude zu errichten.
1960 - Ein eigenes Kirchengebäude
Im Oktober wurde dann durch Apostel Knaupmeier die neue Kirche Minden-Nord (damals Minden II) an der Stiftsallee 38a eingeweiht. Als Textwort diente Psalm 65, Vers 5:
„Wohl dem, den du erwählst und zu dir lässest,
dass er wohne in deinen Höfen;
der hat reichen Trost von deinem Hause,
deinem heiligen Tempel.“
Am Jahresende bestand die Gemeinde Minden-Nord aus 121 Mitgliedern, 99 Erwachsene und 22 Kinder. Diese wurden von zwei Priestern, einem Diakon und einem Unterdiakon seelsorgerisch versorgt.
Der Chor bestand anfangs aus zwölf Sängern.
Gemeindegrenzen
Innerhalb der Stadt Minden umfasst die Gemeinde Minden-Nord das Gebiet zwischen Marienstraße, Ringstraße und Hahler Straße mit den nördlich angrenzenden Stadtteilen Todtenhausen und Kutenhausen.