Chronik der Gemeinde Hausberge
Der Landjäger ( Gendarm bzw. Polizist ) Wilhelm Schmidt aus Rheda, der schon seit 1924 neuapostolisch war,
besuchte 1927 seine Schwester Christine Hohmeyer in Hausberge und erzählte ihr, dass er in die „Neuapostolische Kirche“ gehen würde. In dieser Kirche würde das Evangelium Jesu Christi, die frohe Botschaft von Gottes Gnade und Liebe
so verkündet, dass man es gut verstehen und danach handeln könnte.
Während dieser Unterhaltung ging Wilhelm Schmidt mit seiner Schwester zum Bahnhof Porta, wo beide mit dem
nächsten Zug nach Minden fahren wollten. Im Zug trafen die beiden den Priester Vincke aus Bielefeld, der ebenso
nach Minden fuhr, um dort einen Gottesdienst zu halten. Am Mindener Bahnhof sollte Priester Vincke von Amtsbrüdern
der neuapostolische Kirche Minden abgeholt werden. Diese trauten sich jedoch nicht auf den Priester zuzugehen,
weil er von einem Uniform tragenden Mann begleitet wurde. Somit gingen und fanden die drei Angereisten allein
den Weg zur Kirche. Als man sich dann im Gottesdienst wiedersah, war die Freude groß und alle Irritation beseitigt.
Seit dieser Begegnung und des durchlebten Gottesdienstes, war auch Christine Hohmeyer von der neuapostolischen Kirche
so begeistert, dass sie mit ihrem Sohn Karl regelmäßig nach Minden zum Gottesdienst fuhr. Ebenso erzählte sie Nachbarn, Freunden und Bekannten von der neuapostolischen Kirche. Nach kurzer Zeit gab es einige interessierte Christen
und es fanden bereits die ersten Gottesdienste in einer Wohnstube der Familie Monkau an der Hauptstraße statt.
1928 - erster Amtsträger
Von 1928 bis 1930 wurden die Gottesdienste im Haus der Familie Michelson, ebenfalls an der Hauptstraße, von den Mindener Priestern Fuhrmann, Lihra und Kohlmeier gehalten.
Gelegentlich wurde der Gottesdienst mit einem aus Minden kommenden Chor verschönert.
Im Oktober 1928 wurde Karl Hohmeyer in Minden im Gottesdienst von einem Apostel zum Diakon ordiniert.
1930 - Karl Hohmeyer erster Vorsteher
In Hausberge finden von nun an im Haus der Familie Schrader regelmäßig Gottesdienste statt.
Karl Hohmeyer ist zwischenzeitlich Priester und die junge Gemeinde hat einen kleinen Chor
Priester Hohmeyer diente der Gemeinde Hausberge bis 1940 als Vorsteher.
1940 - Priester Böke wird Vorsteher
Priester Heinrich Böke wurde Vorsteher für die stetig wachsende Gemeinde Hausberge. Die Gottesdienstbesucher waren immer wieder über seine Bibelkenntnisse erstaunt, weil er ohne in der Bibel nachzuschlagen, die in seiner Predigt zitierten Passagen stets mit Kapitel und Vers vortragen konnte.
1953 - Gottesdienste im Saal
Zwischenzeitlich waren auch die Räume im Haus Böke für die vielen Gottesdienstbesucher zu klein geworden. Mitten im Ortskern von Hausberge wurde bei Tönsmeyer ein geräumiger Saal als Kirchenlokal angemietet. Hier diente Priester Heinrich Böke noch bis 1963 als Vorsteher der Gemeinde Hausberge. Sein Nachfolger wurde Priester Heinz-Günther Meier.
1965 - Eigenes Kirchgengebäude
Die neue Kirche mit ca. 200 Sitzplätzen an der Kempstraße wurde feierlich eingeweiht.
Ein „Haus Gottes auf dem Berge“, wo heute noch die Gottesdienste der neuapostolischen Kirche stattfinden.
1994 - erneuter Vorsteherwechsel
Am 1. Mai 1994 wurde nach über 30 Jahren Vorsteher Heinz-Günther Meier in den wohlverdienten Ruhestand gesetzt und Evangelist Friedhelm Brinkmann als sein Nachfolger beauftragt.