Berichte
Bist du bereit?Mittwoch, 11.08.2010
Minden-Mitte. Am Sonntag, den 8. August 2010, hielt Bezirksapostel Armin Brinkmann einen Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Minden-Mitte. Begleitet wurde er vom Bischof Eberle und Bezirksältesten Mielke aus Detmold.
Zu diesem Gottesdienst waren die Gemeinden Sulingen, Uchte, Stolzenau, Mardorf-Loccum, Petershagen-Lahde und Stadthagen-Obernkirchen eingeladen. Bezirksapostel Brinkmann hielt seine Predigt nach dem Wort aus Matthäus 25, 10:
...und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit.
In einleitenden Worten erinnerte der Bezirksapostel an die Amtseinsetzung des Bezirksapostels i. R. Hermann Engelauf vor 30 Jahren in Minden. Seinerzeit wurde der damalige Apostel Engelauf als Nachfolger von Bezirksapostel Schiwy durch Stammapostel Urwyler zum Bezirksapostel ordiniert. Bezirksapostel Brinkmann stellte die Frage: „Was hat der Herr in den 30 Jahren in Dir bewegen können?“
Der Bezirksapostel dachte in seinem Dienen an die Kinder, die eingeschult wurden (einige Gemeinden aus dem Bezirk liegen im benachbarten Bundesland Niedersachsen) und gab Ihnen für die Schulzeit ein Wort aus Titus 2, 7 mit auf den Weg: Dich selbst aber mache zum Vorbild guter Werke. Gute Werke seien z. B.: zu lernen, Hausaufgaben zu machen, Ehrlichkeit und Kameradschaft. Gleiches gelte auch für Erwachsene. Gute Werke seien das beste Vorbild, welches man geben könne.
Darüber hinaus nahm sich der Bezirksapostel der bettlägerig kranken Geschwister an und gab auch Ihnen ein Wort aus Römer 8, 18 in die Hand: Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. Er prägte das Bild einer Waage, welche aus dem Gleichgewicht gerate. Für den Ausgleich sei es wichtig, die Seite des Glaubens mit ausreichend Gewicht zu bepacken.
Im Gottesdienst bezog sich der Bezirksapostel auf das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen und sprach die Bereitschaft an. Sowohl die klugen als auch die törichten Jungfrauen hätten viel Übereinstimmendes gehabt, doch im Vorfeld habe es einen Unterschied gegeben: Die klugen Jungfrauen seien vorbereitet gewesen. Wer am Tag des Herrn bereit sein will, der müsse heute schon bereit sein.
Er stellte die Frage: „Wie bereiten wir uns vor?“ und führte einige Beispiele aus der Bibel an:
- Abraham verließ seine Heimat und machte sich auf.
Wie ist unsere Bereitschaft, auf den Wunsch Gottes hin etwas zu verlassen und den Ruf des Herrn folge zu leisten?
- Jesus suchte seine Jünger und sprach: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.
Wir sollten uns nicht in die Verhältnisse der Zeit binden lassen, sodass uns der Ruf erschreckt. Unsere Bindungen sollten so gestaltet werden, dass wir im Augenblick (sofort) mit dem Herrn gehen könnten.
- Noah war bereit, seinem Auftrag nachzukommen. und: Nehemia baute Jerusalem wieder auf.
Es sei nicht unbedingt einfach einen besonderen Auftrag zu übernehmen. Manchmal fehle auch Zeit, Lust oder Interesse. Wir sollten trotzdem bereit sein, bestimmte Aufträge zu übernehmen und auszuführen.
- Das Volk Israel sollte auf dem dritten Tage bereit sein, da der Herr mit ihnen reden wollte.
Wie wichtig sei es, bereit zu sein, wenn der Herr wieder im nächsten Gottesdienst mit uns reden will!
- Samuel folgte dem Ruf Gottes: Rede Herr, Dein Knecht hört.
Er war bereit das zu tun, was der Herr sagt.
Wir müssten bereit sein, unsere Verhältnisse und Gedanken zu verlassen, um mitgehen zu können, wenn der Herr kommt. Selbst wenn es für uns mal in eine unbekannte Richtung ginge, sei es wichtig, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet (Offenbarung 19, 7). Wir dürften uns freuen, ein Gotteskind zu sein in dem Bewusstsein: Der Herr kennt, liebt und bewahrt mich und will mich vollenden. Es sei schön, wenn wir dies auch nach außen tragen könnten.
Bezirksältester Mielke stellte den besonderen Stellenwert der Vorbereitung und Bereitschaft, zum einen im Beruflichen und zum anderen im Glaubensleben, heraus. Im Beruflichen bereiteten sich die Mitarbeiter auf ein Unglück vor, in der Hoffnung, dass dieses Unglück nie eintreffe. Gotteskinder bereiteten sich auf die Wiederkunft Jesu vor, mit dem Wunsch, dass dieser Augenblick bald kommt. Dies sei eine ganz andere Motivation. Die törichten Jungfrauen hätten nicht die rechte Motivation gehabt und konnten daher auch nicht in den Hochzeitssaal hinein.
Der Bezirksälteste erinnerte an das Bild eines blinden Mannes, der inmitten der Hektik und Unruhe, ganz ruhig und entspannt auf einem Bahnsteig auf seine Abholung wartete. So müsste es auch bei Gotteskindern aussehen.
Als weiteres Beispiel nannte er Paulus, der durch den Pfahl im Fleisch gehindert war. Trotzdem habe er für sich eine Lösung gefunden (Römer 8, Verse 17, 38). Auch wir könnten diesen Weg gehen und somit die richtige Richtung einschlagen.
Bischof Eberle stellte erneut die Frage: „Bist Du bereit?“ Er erinnerte an einen unausgesprochenen Moment im Orchester, wenn der Dirigent seinen Blick in das Gesamte richtet, mit dem Gedanken: Bist du bereit?
Haben wir den Blick Gottes gefühlt, der tief in die Seele gegangen ist? Wir sollten den Wunsch in uns tragen: Gib was mir fehlt. Es sei wichtig, den Herrn und sein Werk zu lieben und ihm zu vertrauen, denn er führt uns in das Gelobte Land.
Zur Vertiefung und als Ausdruck auf das, was zähle, um bereit zu sein, gab Bezirksapostel Brinkmann das Lied GB 405 ´Auf und mache dich bereit´ mit auf den Weg. „Wir wollen alles, was uns hindern kann, erledigen und lösen, damit wir bereit sind.“
Im Hinblick auf das Abendmahl erzählte er vom Gleichnis Jesu, indem ein Mensch ein großes Abendmahl machte und hierzu einlud. Doch keiner hatte Zeit, sodass andere eingeladen wurden. Schließlich musste er sagen: niemand der eingeladen war, wird das Abendmahl schmecken (Lukas 14, 16 ff). Seien wir bereit, vollumfänglich zu vergeben, um entsprechende Vergebung zu erfahren. Es sei wichtig, dass wir bußfertig und reumütig sind.
Im Anschluss an das Heilige Abendmahl wurde auch das Abendmahl für die entschlafenen Seelen gegeben. Hier dachte der Bezirksapostel insbesondere an die Seelen, die unvorbereitet in die Ewigkeit gehen mussten. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die 21 Menschen, die bei einer Massenpanik auf der Loveparade in Duisburg ihr Leben lassen mussten und des in Afghanistan getöteten Ärzteteams.
bk/dd