Berichte

Bischof Eberle in VeltheimFreitag, 11.06.2010

Porta Westfalica-Veltheim. Am Mittwochabend, dem 10. Juni 2010 besuchte Bischof Michael Eberle die Gemeinde Porta Westfalica-Veltheim. Das Textwort aus 1. Timotheus 6, 12 stand im Mittelpunkt der Predigt: "Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben [...]."


Zunächst beschrieb der Bischof die besondere Atmosphäre, die in Bethanien geherrscht hatte. Weil dort das Bewußtsein für den Wert und die Wichtigkeit der göttlichen Botschaft bestanden habe und auch die Erkenntnis, was diese für die Zukunft bedeutete, habe sich Jesu dort so wohl und verstanden gefühlt. Auch wir müssten uns immer in dieser Zeit der Nivelllierung, Anpassung und Gleichmacherei auf die wirklichen Werte besinnen. Ein Ziel lasse sich nur erreichen, wenn man Entscheidungen treffe, aufstehe und diesem Ziel entgegengehe.

In dem Bibelwort sei von einem guten Kampf die Rede. Da seien nicht agressive Kämpfe gemeint, sondern Kämpfe mit  Waffen wie Liebe, Freundlichkeit und Zuwendung - Kämpfe in Harmonie und Einigkeit mit dem Willen Gottes. Man müsse möglichst auf alles verzichten, was den Frieden raube, was die eigene Kraft lähme. Auch solle man wie David mit den eigenen Mitteln kämpfen, nicht fremde Rüstungen und Waffen benutzen. David habe darauf vertraut, dass Gott seine Mittel segne und habe so den Sieg errungen. "Der Herr kann aus unseren Schwächen Stärken machen," so Bischof Eberle.

Priester Michael Bartke sagte, bei einem Kampf gehe es um Angriff und Verteidigung.Er erinnerte daran, dass Stammapostel Fehr einmal von "gesellschaftsfähigen Sünden" gesprochen habe. Mancher Angriff sei oft gar nicht so einfach als solcher zu erkennen. Man müsse sich überlegen, was für einen selbst wichtig und verteidigungswürdig sei. Nicht dass uns etwa so etwas Gutes wie der kindliche Glaube geraubt werde.

Bezirksältester Raimund Knoll zeigte auf, was schlechte Kämpfe seien: die Kämpfe um wertlose Dinge, um "Peanuts" oder wenn man Recht haben wolle oder wenn man der Beste oder Größte sein wolle  und so den Anderen weh tue. Der Kampf um die Glaubensfundamente sei ein guter Kampf, zum Beispiel um den Glauben an die Wiederkunft Christi, denn unser Glaube sei keine Ethik, keine Moraltheorie.

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hp/ds