Berichte
Bist du bereit?Mittwoch, 23.04.2008
Mardorf-Loccum. Am Mittwoch Abend, den 23. April 2008, besuchte Apostel Walter Schorr in Begleitung von Hirte Mittag die kleine, am Steinhuder Meer gelegene Gemeinde Mardorf-Loccum. Für den Gottesdienst lag das Textwort aus Matthäus 24, Vers 44 zu Grunde:
Darum seid auch ihr bereit!
Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde,
da ihr's nicht meint.
Mit großer Freude und stiller Erwartung habe man sich sicherlich auf diesen Gottesdienst vorbereitet, um im Hause des Herrn aus der Quelle göttlicher Seligkeiten zu schöpfen, so Apostel Schorr zu Beginn seiner Predigt. Der Begriff „Seligkeit“ habe für jeden der Gottesdienstteilnehmer gewiss eine andere Bedeutung. Auch hege man unterschiedliche Erwartungen an einen Gottesdienst; der eine möchte etwas Erfahren bzw. Wissen, ein anderer möchte, dass seine lückenhaften Erkenntnisse geschlossen würden. In diesem Zusammenhang wies der Apostel darauf hin, dass es uns allen an der göttlichen Gnade genügen sollte.
Was wünscht du dir.
Salomo, ein junger König, durfte sich von Gott etwas wünschen. Er wusste, dass er sich was besonderes wünschen musste, wollte er das Volk Israel nach göttlicher Weise regieren. (1. Könige 3, Vers 5 ff).
Wenn wir gefragt würden, was würden wir uns erbitten?
- Dächten wir immer an die Gnade Jesu?
- Wären wir allezeit ein bewusstes Gotteskind?
- Dächten wir immer an die Herrlichkeit?
- Hätten wir an die Wiederkunft Jesu Christi gedacht?
Auch wies der Apostel auf Lot hin, der zuerst alles tat, um die Stadt zu verlassen, doch als der entscheidende Augenblick kam, musste er an der Hand ergriffen und aus der Stadt geführt werden. (1. Mose 19, Vers 15 & 16)
Bezugnehmend auf das Textwort wies Apostel Walter Schorr auf das Jahr 1963 und die Kuba-Krise hin. Er (der Apostel) habe seinen Vater gefragt, ob es denn Krieg geben würde. Darauf entgegnete der Vater, hoffentlich nicht, möge eher der Herr wiederkommen.
Doch die Wiederkunft Jesu Christi wird nicht von politischen Ereignissen bestimmt.
Wie sieht deine Bereitschaft aus?
Zum Stichwort „Bereitschaft“ erwähnte der Apostel: „Wer Bereitschaft hat, ist nicht in andere Tätigkeiten verstrickt“ und führte mehrere Beispiele an:
- Die Feuerwehr stünde immer in Bereitschaft und wäre sofort handlungsfähig.
- Petrus habe zum Herrn gesagt: Ich bin bereit mit dir ins Gefängnis zu gehen. Jesus wies Petrus daraufhin, dass dieser ihn verraten werde. Petrus habe sich bereit erklärt, zu handeln, doch konnte er dieses nicht in die Tat umsetzen. Es reute ihn, dass er die Bereitschaftsabsicht hatte, aber nicht die Bereitschaftsfähigkeit. (Matthäus 26, Vers 34)
- Als Goliath die Israeliten verhöhnte und zum Zweikampf herausforderte, war es David, der sich bereit erklärte, zu handeln. Denn er fühlte sich durch die göttliche Zuversicht gestärkt. (1. Samuel 17)
Hirte Mittag sagte zu Beginn seines Mitdienens, dass er sich gefreut habe, den Apostel begleiten zu dürfen. Für ihn wäre die schönste Planstelle die Kirchenbank!
In einer Jugendstunde wäre die Frage gestellt worden, was denn jeder einzelne noch alles machen würde, käme am Sonntag der Herr. Die häufigsten Antworten seien gewesen: „Beten“ und „sich darauf freuen“. Eine jugendliche Schwester hatte den Vorsatz, zu ihrem Bruder zu fahren, um sich mit ihm wieder zu vertragen.
Wie sieht deine Vorbereitung aus?
Der Hirte wies darauf hin, dass es einer besonderen Vorbereitung bedürfe, um an der Wiederkunft Christi Teil zu haben. Hierzu gab er mehrere Beispiele:
- Man würde sich auf eine Gesellenprüfung ausgiebig vorbereiten, und das erlernte nicht nach 14 Tagen schon wieder vergessen haben.
- Wir sollten die Vorbereitung auf den Tag des Herrn zu einem Kern unseres Inneren machen
- Wir sollten die Gnade auskaufen. Im Johannesevangelium stehe: ... denen, die ihn aber aufnahmen, gab er Macht, Gottes Kinder zu heißen (Johannes 1, Vers 11 u. 12)
- In der Vorbereitung auf den Tag des Herrn immer bewusst sein: Gott ist mit uns!
- Glaubenserlebnisse!
Ferner wies Hirte Mittag darauf hin, dass Kinder Macht über ihre Eltern hätten, denn sie möchten, dass es ihren Kindern gut ginge.
Bezirksälteste Raimund Knoll stellte zur Wiederkunft Jesu die Frage: Was würden wir noch alles machen, käme der Herr in
- in 5 Jahren,
- in 2 Monaten,
- nächste Woche oder aber
- morgen?
Der Bezirksälteste ging noch einmal auf die Begebenheit ein, die Bezirksapostel Armin Brinkmann beim letzten Übertragungsgottesdienst berichtete:
In einem Kloster waren einige Mönche, sie wurden immer trostloser. Ein Rabbi war ebenfalls im Kloster und sprach mit dem Abt. Zum Abschluss sagte der Abt: Gib mir was mit! Der Rabbi antwortete: Der Messias ist unter euch. Diese Kunde wurde den Mönchen mitgeteilt und alle wurden wieder eifrig und freudig.
Wenn wir daran denken, der Herr kommt gleich – wie ist unser Handeln und unsere Freude?
Zum Abschluss wies Apostel Walter Schorr auf das bevorstehende „Heilige Abendmahl“ hin und fragte: Kennen wir unsere Baustellen, wo wir noch arbeiten müssen? Wir sollten vergeben können, wie wir es im Gebet „Unser Vater“ beten. Dann hinterließen wir nach jedem Gottesdienst eine aufgeräumte Lebensstraße
Text: ms/as/khb Fotos: as
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