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Frühlingsgefühle - Gnadensonne - VitalimpulseMittwoch, 20.02.2008

Veltheim. Ohne Glaube gäbe es keine Wunder, keine Glaubenserlebnisse, keine Kraft zum Beten, Tragen, nach Vorne zu gehen. Ein rationaler Verstand würde ein göttliches Wunder allenfalls als glücklichen Zufall einstufen, so Bischof Michael Eberle bei seinem Besuch am zwanzigsten Februar in der Gemeinde Veltheim. Er rief dazu auf, sich ganz bewusst auf den Herrn zu verlassen.
 


Er las ein Wort aus 1. Johannes 5, Vers 4: „Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“

Zu Anfang beeindruckte der kleine Veltheimer Männerchor mit dem Lied: „Gott ist gegenwärtig!“. Der Bischof fragte die Gemeinde zunächst, was jedem Einzelnen die Gegenwart Gottes bedeute und bezog sich dann auf die 2. Strophe, die die Gnadensonne Gottes folgendermaßen umschreibt:

„Du durchdringest alles. Lass dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte!
Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, lass mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen!“

Er sagte, dass uns die Strahlen der Gnadensonne neu er- und umfassen sollten, damit wir, wie die Natur im Frühling, neue Vitalimpulse bekämen, neue Kraft, neue Orientierung, dass ein Wohlgefühl in der Seele entstehen könne.

Dann ging er auf das vorgelesene Wort ein. Das Kapitel trage die Überschrift „Die Kraft des Glaubens“. Sicher habe man in der Vergangenheit manche Fehler begangen, nun sei aber die Zeit, sich neu auf die Kraft des Glaubens zu besinnen.

Ohne Glaube gäbe es keine Wunder, keine Glaubenserlebnisse, keine Kraft zum Beten, Tragen, nach Vorne zu gehen. Ein rationaler Verstand würde ein göttliches Wunder allenfalls als glücklichen Zufall einstufen. Im Wort heiße es „unser Glaube ist der Sieg“ – stille Siege habe man errungen, wenn man feststelle, dass man vergeben kann, wenn man plötzlich etwas überwinden kann. „Diese Siege erfüllen die Seele mit großem Frieden“, so der Bischof.

Dann heiße es da: „was von Gott geboren ist, überwindet die Welt“. Das sei zum einen Jesus selbst und der Heilige Geist. Dann sei die Tragkraft aus Gott geboren. Sie sorge dafür, dass Leid seine Macht verliere. Die Welt sei voller Traurigkeit und Elend, aber die Tragkraft helfe die Welt zu überwinden. Mancher würde zu Recht sagen „Mir wird schon genug zugemutet“, aber der Herr gebe auch die nötige Tragkraft für jedes Kreuz.

Weiter sei die Nächstenliebe aus Gott geboren und er fragte: „Wie fühlt es sich an, das Miteinander in den Gemeinden? Wie steht es um das Mitgefühl mit dem Nächsten?“ Die Zeit sei schnelllebig und wir seien häufig unter Druck und durch die Nachrichtenflut würden wir dazu neigen, die Einzelschicksale nicht mehr so wichtig zu nehmen. Es sei wichtig nicht abzustumpfen, sondern man müsse sich das feine Gespür für den Nächsten erhalten.

Aus Gott geboren sei auch die bleibende Freude. Jeder kenne den Zustand „himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ – doch bei uns sei eine bleibende Freude im Herzen „Ich bin ein Gotteskind, mit Gottes Hilfe, Führung und Gnade ist alles Zukünftige zu meistern.“ Auch die ungetrübte Hoffnung sei aus Gott geboren. Niemals dürfe man die Hoffnung auf die Hilfe des Herrn aufgeben.

Alles Göttliche sei etwas Bleibendes und habe Bestand. Wir könnten getrost nach vorne schauen, weil der Herr mit uns sei. Eine starker Glaube helfe durch dunkle Tage zum Licht.

Bezirksältester Raimund Knoll schlug in seinem Mitdienen einen Bogen zwischen dem Männerchorlied und dem Textwort. Die Wirkung Gottes sei besungen worden und im Wort gehe es um die Kraft des Glaubens. Wie trotz vielen Forschens kein Perpetuum mobile entdeckt oder geschaffen werden konnte, also etwas, das sich ohne Kraftzufuhr bewege, so benötige die Glaubenskraft auch immer neue Energien durch die Wirkung Gottes. Das Wort Gottes sei die Kraftquelle für den Glauben.
Weiter sagte der Bezirksälteste, dass die Menschen schon viele Anstrengungen auf sich genommen hätten, um Hindernisse zu überwinden, gewaltige Brücken seien gebaut worden, oder auch Tunnel durch mächtige Berge. Wenn man dies bedenke könne man ahnen, was ein „Ich vergebe dir!“ Gewaltiges auslöse.

Zum Schluss rief der Bischof nochmals dazu auf, sich ganz bewusst auf den Herrn zu verlassen. Mit dem Herrn Mauern zu überwinden, die noch trennen. Der Herr gebe, was wir bräuchten für den zukünftigen Weg, er rüste uns aus für eine gesegnete Zukunft.

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Heide Patzert