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Hochzeitsglocken läuten in PetershagenSonntag, 13.04.2008

Petershagen. Mit den Worten "Der Vorsteher erzählt uns nun, wie es weiter geht" beendete Apostel Walter Drave anläßlich seines Besuches, in seiner alten Heimatgemeinde am 13. April, die monatelangen Gerüchte über die bevorstehende Hochzeit der Gemeinden Petershagen und Lahde.


Vorsteher Dieter Schmidt wiederholte darauf seine bereits im Anschluss an den Vormittagsgottesdienst für das "mittlere Alter" gemachte Ankündigung, dass man in die Ehe willige. Weiter teilte er den hörbar aufatmenden Geschwistern mit, dass man nun endgültig in die Hochzeitsvorbereitungen eintrete, nachdem in den letzten Tagen noch Zustimmung und Absage im 24 Stunden-Takt wechselten.
Als Hochzeitsdatum wurde der 20. Juli 2008 von ihm offeriert, die Hochzeit wird in Petershagen stattfinden und vom "Standesbeamten" Apostel Walter Schorr durchgeführt. Anschließend bezieht man dann die gemeinsame Wohnung in Lahde.

 

Details noch unklar

Vorsteher Schmidt forderte dazu auf, die Zeit bis zur Hochzeit in sinnvoller Vorbereitung zu verbringen. Da Detailfragen wie z.B. der zukünftige gemeinsame Name des Paares oder was passiert mit der alten Wohnung, noch nicht geklärt seien, forderte er dazu auf ,darüber nicht in Spekulationen zu verfallen. Sobald diese Fragen geklärt seien,  würde man darüber informieren, versprach er.

 

Was lange währt...

Bereits seit den 80er Jahren gab es ein erstes Techtelmechtel der beiden. Zu dieser Zeit hatte man über 5 Jahre mit dem Hirten Friedhelm Meyer einen gemeinsamen Vorsteher. Diesem gelang es erstmals die natürliche Kluft,  die die Weser zwischen beiden Gemeinden bildet zu überbrücken. 4 der 5 heutigen priesterlichen Ämter beider Gemeinden wurden bereits von ihm geboren. Er schuf damals bereits Priesterbezirke beiderseits des Stroms, die des näheren Kennenlernens dienten. Seit jener Zeit bestritten die beiden Gemeinden von Zeit zu Zeit gemeinsame Aktivitäten. Doch die Zeit war noch nicht reif. Mit Priester Heinrich Witte erhielt die Gemeinde Petershagen nach 5 Jahren, zur Entlastung des damals nach schwerer Krankheit gerade genesenen Hirten, wieder einen eigenen Vorsteher.

 

Alte Liebe rostet nicht...

Im Winterhalbjahr 2002/2003 kam es zum Umbau der Kirche in Lahde. Die Geschwister überquerten für ein halbes Jahr die Weser. Kaum ein halbes Jahr später kam es zum Gegenbesuch, weil nun die Kirche in Petershagen eine Schönheitsreparatur erfuhr. In dieser Zeit blühte die Liebe der beiden für einander wieder auf. Doch erneut war die Zeit noch nicht reif, zwar wusste man nun endgültig, was man an dem anderen hatte und schloß eine Quasiverlobung, doch zur Hochzeit konnte man sich, trotz dem dass alle Welt wusste, dass die beiden ein Paar sind,  nicht entschließen. In der Öffentlichkeit trat man seit dieser Zeit nur noch gemeinsam auf, was Beobachter immer wieder zu der Frage trieb,  warum man nicht endlich in den Bund der Ehe willigen wolle.

 

Gerüchteküche brodelt

Seit einigen Monaten brodelt bereits die Gerüchteküche dass es nun endlich soweit sei.  

Die Liebe der beiden Königskinder hat endlich das Wasser überwunden, das so lange so tief gewesen ist hieß es, analog zur bekannten Volksweise, fortan. Doch jede Anfrage dazu, wurde bislang von beiden Weserseiten entweder dementiert oder mit dem Hinweis "das Standesamt  hat unserem Antrag noch nicht zugestimmt",  abgewiesen.

 

Überraschende Wendung

Die Wendung kam dann in der Woche vor dem 13. April. Gerüchte, das Standesamt hätte endlich zugestimmt, machten die Runde. Doch niemandem gelang zunächst eine Verifizierung der freudigen Nachricht.
Hieß es zunächst am Montag "Ja", so lautete die Auskunft am Mittwoch doch wieder "Nein". Laut Priester Schmidt sei dann am Donnerstag endgültig das Ja aus Dortmund gekommen.

Am Freitag verkündete Bezirksevangelist Jürgen Meyer, in der gemeinsamen Ämterversammlung, dann den Beschluss und gratulierte als Erster. Am Sonntag folgte dann die Eröffnung an die Gemeinden durch den Vorsteher.
 

 

Jörg Meyer