Am Sonntag, 25. Oktober 2026, versammelte sich die Gemeinde Minden-West zu einem besonderen Gottesdienst: Der kleine Fiete empfing das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Johannes 3,16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“
Gott weiß was du brauchst
Der Vorsteher der Gemeinde, Priester Ingo Steg, erinnerte zu Beginn der Predigt, dass Gott in seiner Liebe für jeden etwas bereithalte. Er wisse genau, was ein jeder gerade brauche und sehe, was kommen werde. Der Glaube daran gehöre dazu, wenn man diese Hilfe aber schon erlebt habe, falle es leichter. „Bei Gott gibt es keine Zufälle!“
Zu Beginn des Gottesdienstes hatte der Chor das Lied „Kennst du den Freund“ vorgetragen. Priester Steg griff diesen Gedanken auf und betonte, wie wichtig Freunde seien. Sie seien immer für uns da – genauso wie Gott. Durch die Taufe entstehe eine besondere Nähe zu Gott. Habe man einmal das Gefühl, er sei weit entfernt, solle man seine Nähe suchen, beispielsweise im Gebet. Das sei so, als würde man einen Freund anrufen. „Gott ist immer in unserer Nähe und hat uns lieb!“
In seinem Predigtbeitrag erinnerte Priester Tobias Haß an die Kraft der Liebe. Wenn wir so lieben würden wie Jesus, wollten wir nicht Gleiches mit Gleichem vergelten, sondern einen Schritt auf unseren Nächsten zugehen. „Gott bittet dich: Nimm mich mit in dein Leben. Aus dieser Liebe heraus lässt sich viel bewegen.“
Glauben und Vertrauen
Nach dem gemeinsamen Bußlied und der Sündenfreisprache leitete ein von drei Kindern vorgetragenes Gedicht mit Klavierbegleitung die Taufhandlung ein. Es trug den Titel „Ein Kind ist angekommen, wir alle freun uns sehr, …“.
Der Vorsteher erinnerte daran, dass Kinder in der Gesellschaft manchmal an den Rand gedrängt würden. Jesus habe dies jedoch nicht getan. Er wollte die Kinder bei sich haben: „Lasset die Kindlein zu mir kommen.“ Zu seinen Jüngern habe Jesus gesagt: „Werdet wie die Kinder.“ Das bedeute nicht, kindisch zu sein, sondern kindlich zu glauben und zu vertrauen.
Als Taufwort für Fiete las der Gemeindeleiter den elften Vers aus Psalm 91 vor: „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“ Dies sei ein ganz besonderes Versprechen Gottes. Es verheiße zwar keinen störungsfreien Lebensweg, mache aber deutlich: Gott ist immer bei uns.
Anschließend fragte der Vorsteher die Eltern, ob sie ihren Sohn im neuapostolischen Glauben erziehen möchten. Nachdem sie dies bekräftigt hatten, segnete er das Taufwasser und spendete Fiete das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und der Spendung des trinitarischen Segens hatte die Gemeinde Gelegenheit, der Familie zu gratulieren und ihre guten Wünsche für Fietes weiteren Lebensweg auszusprechen.
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