1. Startseite /
  2. Priester Bartke im Gespräch (Teil 2): „Wohlfühlmenschen und Kämpfernaturen“
Neuapostolische Kirche Logo

Neuapostolische Kirche

Bezirk Minden

  • Gemeindesuche 
  • Kontakt 
  • Suche 
  • Menü  Menü 
Bezirk Gemeinden Gemeinschaft Glaube
  • Bezirk
    • Aktuell
    • Termine
    • Ansprechpartner
    • Organisation
  • Gemeinden
    • Bad Eilsen
    • Bückeburg
    • Mardorf-Loccum
    • Minden
    • Minden-West
    • Petershagen-Lahde
    • Porta Westfalica
    • Stadthagen
    • Sulingen
    • Uchte
  • Gemeinschaft
    • Kinder
    • Jugendliche
    • Familien
    • Senioren
    • Musik
  • Glaube
    • Katechismus
    • Bekenntnis
    • Apostelamt
    • Sakramente
    • Gottesdienst

Priester Bartke im Gespräch (Teil 2): „Wohlfühlmenschen und Kämpfernaturen“

 

Michael Bartke hat als Gemeindevorsteher geführt, vermittelt und dabei selbst eine Menge gelernt, wie er resümiert. Nach 15 Jahren Gemeindeleitung blickt er im Gespräch mit der Redaktion zurück, berichtet von besonderen Situationen und lässt sich gedanklich auch auf eine Zeitreise ein.

Im zweiten Teil des Interviews spricht Michael Bartke über seinen künftigen Dienst als Priester, über Aspekte einer Wohlfühlgemeinde und über Wünsche und Vorbilder.

Redaktion: Als Gemeindeleiter musstest du gelegentlich zwischen unterschiedlichen Interessen und verschiedenen Charakteren vermitteln. Welches war dein Weg?

Michael Bartke: Ja, das ist in der Gemeinde wie im wirklichen Leben. Die Gemeinde spiegelt die Gesellschaft wider. Und Konfliktsituation machen auch nicht vor dem Gemeindeleben halt. Was ich gelernt habe in diesen 15 Jahren ist, dass man sich alle, die an der Konfliktsituation beteiligt sind, anhören sollte, bevor man eine vorschnelle Meinung annimmt, ein vorschnelles Urteil fällt oder sich auf eine Seite schlägt.

Das habe ich auch versucht umzusetzen. Ich habe auch keine einsamen Entscheidungen getroffen, auch dann nicht, wenn die Situationen nicht zu lösen waren – das muss man auch ehrlicherweise sagen. Ich habe mich mit dem einen oder anderen zusammengesetzt und nach Lösungen gesucht. Dann haben wir versucht Kompromisse zu finden, manchmal ist es uns gelungen und manchmal ist es auch in die Hose gegangen.

Geduld war in solchen Situationen auch sehr wichtig. Keine Schnellschüsse, keine voreiligen Dinge entscheiden.  

Ende März hast du die Gemeindeleitung abgegeben. Wo siehst du dich zukünftig in der Gemeinde Porta Westfalica und im Bezirk Minden?

Ich freue mich, dass ich jetzt in der zweiten Reihe sitzen darf. Ich freue mich auch darüber, dass ich einen Vorsteher habe – den hatte ich jetzt ja 15 Jahre nicht – und dass ich Verantwortung abgeben kann.

Ich sehe mich natürlich weiterhin am Altar, hier in der Gemeinde Porta Westfalica und auch zukünftig an der Orgel, sogar sehr gerne. Ich werde versuchen den Mittwochabendgottesdienst mit einem kleinen Chor zu bereichern. Und ich sehe mich grundsätzlich in der Mitte der Gemeinde.

Im Bezirk wird man mich weiterhin sehen, weil – dafür wird die Einteilung sorgen – ich in die eine oder andere Gemeinde komme und dort Gottesdienste feiere.

Was braucht eine Gemeinde heute um attraktiv zu sein, um als Wohlfühlgemeinde zu gelten?

(Lacht) Wohlfühlgemeinde ist so ein geflügeltes Wort, finde ich. Ich muss ein bisschen schmunzeln über diese Frage. Aber wir leben ja nicht mehr im Jahr 1970, wir leben im Jahr 2025 und das Leben ist ein anderes. Ich finde es wichtig, dass eine Gemeinde in allen Dingen 100 Prozent transparent ist, in dem was in ihr passiert, was man so vorhat – da müssen alle auf dem gleichen Stand sein. Das habe ich auch immer versucht. Ich hoffe, dass mir das auch gelungen ist. Ich denke, dass in einer Gemeinde, in der viele verschiedene Charaktere zusammenkommen und sich auch vermischen, kein Platz für Vorurteile ist, auch wenn wir wissen, dass es nicht so ist – aber es gehört da nicht hin. Das ist auch ein wichtiger Punkt für eine Wohlfühlgemeinde.

Tolerantes Miteinander bedeutet für mich, Kompromisse zu finden, sich in der Mitte zu treffen, so, dass man sich am Ende des Tages freundlich die Hand reichen kann. Was ich auch wichtig für eine Wohlfühlgemeinde in der heutigen Zeit halte, in der Zeit in der wir leben, ist ein freundlicher Blick in die Ökumene, verbunden mit einer Ökumenearbeit, die sich mit Blick auf unsere Mitchristen in der Kirche Christi auf Augenhöhe abspielt.

Den Exklusivitätsgedanken, der uns auch vorgeworfen wurde, manchmal auch zurecht, halte ich für veraltet. Er passt nicht mehr in unsere Zeit.

Eine Wohlfühlgemeinde braucht keine staubigen Traditionen. Sie braucht Menschen, die eine Aufgabe übernehmen in der Kirche, die sich selbst nicht so wichtig nehmen, auch wenn sie eine Führungsposition haben, man muss über sich lachen können, Kritik ertragen können und über den NAK-Tellerrand hinwegblicken. Dahinter gibt sehr viel Spannendes zu entdecken. Das gehört für mich auch zu einer Wohlfühlgemeinde. Da darf jeder so sein, wie er ist.

Wenn deine Zeit als Gemeindeleiter ein Buch wäre, welchen Titel hätte es?

Habe ich lange und angestrengt drüber nachgedacht: „Es gab viel zu lernen.“

Gibt es ein Bibelzitat was dich besonders begleitet hat und warum?

Ein Ausspruch von Jesus Christus selbst; Matthäus 7,12: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen!“ Das würde auch gut zu der Frage der Wohlfühlgemeinde passen. Eine gute Basis.

Warum? Bedürfnisse der Gemeindemitglieder: Ich weiß zum Beispiel, dass es Gemeindemitglieder gibt, die es nicht haben können, wenn die Orgel zu laut spielt, darüber kann man schmunzeln, aber man kann es auch sein lassen. Ich habe gelernt, es ist ihm oder ihr wichtig und wenn ich denjenigen dann mit diesem Bibelwort entgegenkommen kann und weiß, es tut jetzt gut, dass die Orgel ein bisschen leiser spielt, dann kann ich mir gut vorstellen, dass man sich wohler fühlt. Vielleicht ein kleines hinkendes Beispiel, aber so kann man das für viele Dinge übertragen.

Wenn du eine Zeitreise machen könntest – in welche Epoche der Kirchengeschichte würdest du gerne reisen und warum?

Da habe ich zwei Epochen, in die ich gerne reisen möchte: Die erste Epoche wären die drei Jahre, in der Jesus Christus als erwachsener Mann gelehrt hat und mit seinen Freunden durch die Lande gezogen ist und versucht hat, das Himmelreich zu erklären. Das würde bestimmt jeder einmal gerne. Ich glaube, ich hätte eine Dauergänsehaut gehabt.

Und die andere Epoche: Ich wäre gern mit meinem Freund Paulus unterwegs gewesen, der ja eine schlimme Vergangenheit hatte, und dem sie auch bestimmt immer wieder um die Ohren geschlagen wurde.  Aber mit welchem Kampfeswillen er losgezogen ist, über Gebirge, am Mittelmeer entlang und wie er dafür gekämpft hat, dass das Christentum bekannt wurde – also von dieser Kämpfernatur hätte ich gerne so ein bisschen was ab.

Man kann Apostel Paulus auch sehr kritisch betrachten – in manchen Dingen vielleicht auch zu Recht. Paulus ist nicht so der einfachste gewesen, aber er ist mir, was das Bekennen angeht, ein großes Vorbild.

15. April 2025
Text: cp
Fotos: ck

 Via Facebook teilen
 Via WhatsApp teilen
 Via E-Mail teilen
PDF-Version

 

Mehr zum Thema

12. April 2025

Priester Bartke im Gespräch (Teil 1): „In Porta Westfalica gut aufgehoben“

23. August 2023

Gestärktes Selbstbewusstsein der Ersthelfer - Sani-Schulung in Minden

25. März 2023

Uhrenumstellung - Beginn der Sommerzeit

24. Mai 2022

Empathische Kommunikation - Worte können Fenster oder Mauern sein

26. März 2022

Umstellung auf Sommerzeit

14. Mai 2020

Wiederaufnahme der Präsenzgottesdienste

27. März 2020

Zweiter Videogottesdienst live aus Dortmund

16. März 2020

Corona-Pandemie: Einheitliche Maßnahmen in ganz Europa

  •  facebook
  •  Youtube
  •  Instagram

Datenschutzeinstellungen

Kontakt

Sprechen Sie uns an. Sie erreichen uns unter info@nak-minden.de

Impressum

Interessante Links

  • Neuapostolische Kirche Westdeutschland
  • Neuapostolische Kirche Ostwestfalen-Lippe

© 2026 Bezirk Minden

Datenschutzeinstellungen

Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.

Einstellungen/Ablehnen

Datenschutzeinstellungen

Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.

Einstellungen

Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.

Alle ablehnen Auswahl speichern