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Bischof Eberle besucht Sulingen: Veränderungen des Gottesbildes im alten und neuen Testament

 

Im Gottesdienst am Sonntag, 21.04.2024, mit Bischof Eberle für die Gemeinden Sulingen und Uchte in Sulingen standen drei Aspekte aus Jesu Wirken und Handeln im Fokus.

Als Grundlage für den Gottesdienst diente dem Bischof das Wort aus Epheser 1, 22-23: „Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.“

Zu Beginn des Gottesdienstes stellte Bischof Eberle diese Bibelaussage vor den Hintergrund des Gottesbildes im alten Bund mit dem Volk Israel. Das Volk erlebte die Macht Gottes hautnah. Trotzdem gab es Phasen der Entfernung von Gott, sodass das Volk vermehrt eigene Wege ging. Auch in Ephesus gab es solche Bestrebungen. Der Brief an die Epheser soll Jesus als das Haupt der Kirche und seine Liebe als Ausdruck Gottes wieder in den Mittelpunkt rücken. Das im alten Bund geltende Gottesbild von Gehorsam unterlag einer Veränderung, die in einem Lernprozess verinnerlicht werden musste: Gott ist Liebe und durch das Opfer Jesu entsteht ein Weg der Nähe zu ihm.

Drei zentrale Aspekte in Jesu Wirken und seine Lehre in Gleichnissen sollen als Vorbild zur Nachfolge dienen:

Hilfsbereitschaft

Jesu drückte seine Liebe zu den Menschen durch Heilung Kranker und Erweckung Toter aus. Das Gleichnis des barmherzigen Samariters und die darin zum Ausdruck kommende Zugewandtheit ohne Ansehen der Person diente als Vorbild für Hilfsbereitschaft.

Das Freihalten von Wegen zurück

Mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn soll die Einstellung des Vaters in den Fokus gerückt werden. Dieser wandte sich seinem Sohn erneut zu, nachdem dieser Wege gegangen war, die ihn seiner Familie entfremdeten. Auch in Jesu Wirken wurde seine Zugewandtheit zu Menschen auf anderen Wegen immer wieder deutlich gemacht.

Vergebungsbereitschaft

Das Gleichnis vom Schalksknecht soll in den Blick nehmen, dass die eigene Vergebung von der Vergebungsbereitschaft abhängt, die man selbst ausübt. Jesu Handeln war geprägt von Vergebung durch seine Liebe zu den Menschen.

Jesus ist persönlich

Im Predigtbeitrag betonte Priester Heiko Tiedemann, dass sich die Liebe Gottes in seinen Gaben und seiner Nähe ausdrücke. Nachfolge führe zum Erreichen seiner vollkommenen Nähe. Jesus begegnete Paulus ganz persönlich mit der Frage: „Was verfolgst du mich?“ Bis heute naht Jesus sich den Menschen ganz persönlich.

Verständnis der Liebe Jesu

Priester Meier-Zillmer zeigte im zweiten Teil der Co-Predigt auf, dass es im Alten Testament noch keine Vorstellung von der Liebe Jesu geben konnte. Erst nach seinem Opfer konnte das Gottesbild sich langsam verändern – denn Jesus liebt die Menschen, obwohl sie ihn töteten. Sein Handeln ermögliche einen neuen Anfang für die Menschen und das Erleben von Vergebung. Davon soll auch abgegeben werden. Dabei fiele die eigene Vergebung wieder auf die eigene Person zurück.

Bischof Eberle griff zur Einleitung auf die Feier des Heiligen Abendmahls diesen letzten Aspekt der Co-Predigt auf und betonte: „Völlige Gnade erlebt der, der völlige Vergebungsbereitschaft zeigt.“ Auch mit der Feier des Heiligen Abendmahls als Tat der Gnade sollten Rückwege ermöglicht werden. Der Gottesdienst endete im Anschluss an die Abendmahlsfeier mit Gebet und Segen.

1. Mai 2024

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