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Jahresmotto 2024: "Beten wirkt"

 

Zürich/Westdeutschland/Bezirk Minden. Das Gebet ist eine oft unterschätzte Kraftquelle - so beginnt Stammapostel Jean-Luc Schneider seine Neujahrsansprache. In dieser erläutert er einige Gedanken zum Jahresmotto für 2024: "Beten wirkt". Seine Ansprache ist als Video veröffentlicht und findet sich nachfolgend im Wortlaut.

Liebe Glaubensgeschwister,

was immer im kommenden Jahr auf uns zukommt: Wir haben Zugang zu einer – oft unterschätzten – Kraftquelle: dem Gebet! Wir sind absolut überzeugt: Beten wirkt! Und das möchte ich als unser Motto für das Jahr 2024 ausgeben: Beten wirkt!

Unser Vorbild ist dabei – wie immer – Jesus Christus. Er hat innige Zwiesprache gehalten mit dem Vater. Er hat für die Seinen gebetet und ist auch heute noch unser Fürsprecher. Sein Beten wirkt auch heute. Das darf uns Trost und Zuversicht im neuen Jahr sein. 

Was bewirkt beten?

Beten macht dankbar: Nein - Beten ist Danken, zuallererst Lob, Dank und Preis. Aber nicht immer ist uns nach Jubeln zumute, ganz im Gegenteil, eher nach Klagen oder Murren. Genau dann ist das Danken um so wichtiger: Wir besinnen uns dabei darauf, was Gott uns geschenkt hat, wo er uns gestärkt, bewahrt oder gesegnet hat. Und das macht dankbar.

Beten macht barmherzig: Auch unsere Fürbitte soll sich an Jesus orientieren. In der Fürbitte gehen wir weg von uns, den eigenen Wünschen, hin zum Nächsten, zu dessen Bedürfnissen und Nöten. Wir beten für unsere Mitmenschen, weil ihr Wohlergehen uns am Herzen liegt. So wächst dann auch der Wunsch, nicht nur passiv mitzufühlen oder mitzuleiden. Vielmehr wollen wir aktiv werden und trösten und stärken und helfen.

Beten macht stark: Wer Gott um etwas bittet, der macht das nicht auf Verdacht: „Vielleicht funktioniert's.“ Der macht das aus der Erfahrung heraus: Gott hilft. Auch wenn uns seine Antwort manchmal überrascht: Unser Vertrauen in ihn schenkt uns Zuversicht. Und das stärkt uns, unseren Weg zu gehen.

Beten heiligt: Wenn wir uns zurückziehen zum Gebet, dann verstummt das Getöse der Welt und unsere Beziehung zu Gott steht im Mittelpunkt. Wie Jesus können wir dazu in die Wüste oder auf einen Berg gehen. Das heißt, wir suchen Gelegenheiten, uns äußeren Einwirkungen zu entziehen und eine andere Perspektive einzunehmen. Diese Heiligung, dieses Herausnehmen aus dem Alltag, schafft Ruhe in dieser schnelllebigen Zeit.

Beten eint: Das Vaterunser beten wir nicht nur miteinander, sondern auch füreinander. Die ganze Gemeinde betet für dein täglich Brot oder die Vergebung deiner Schuld. Im Gebet stehen wir gemeinsam vor Gott.

Die Umsetzung

So viel zur Wirkung, aber wie setzen wir es um? Auch hierzu ein paar erste Impulse:

Wir wollen beständig beten: Wir sollten nicht nur zu Gott beten, wenn es uns besonders gut oder besonders schlecht geht. Sondern in jeder Lebenssituation und aus jedem Anlass.

Wir wollen ernsthaft beten: Das Gebet ist mehr als nur Meditation. Es ist unser persönliches Gespräch mit Gott. Vor ihm können wir nichts verbergen. Er wird antworten. Lasst uns offen und seriös mit unserem Gebet umgehen.

Wir wollen gemeinsam beten: Das betrifft nicht nur die Gemeinde, sondern auch Familien und Paare. Wer gemeinsam betet, der offenbart sich einander. Das schafft Vertrautheit und stärkt die Verbindung untereinander. 

Wir wollen in Jesu Namen bitten: Der Gottessohn hat uns gelehrt, zuerst um das zu beten, was dem ewigen Heil dient. Dann gilt: „Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben.“ 

Liebe Glaubensgeschwister, wir wollen uns die Kraftquelle „Gebet“ neu erschließen. Das ist unser Programm 2024. In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein gesegnetes neues Jahr.

Jean-Luc Schneider

1. Januar 2024
Text: nak international
Fotos: or

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